Diskussion um Homo-Partnerschaften: Khol für Einsetzung einer VP-Arbeitsgruppe
- NR-Präsident: "Bisherigen Parteibeschluss überdenken." UMFRAGE: Homo-Partnerschaften gleichstellen?
- ÖVP/FPÖ gegen mehr Rechte für Homo-Paare
·VP dagegen, SP und
Grüne sind dafür!
UMFRAGE: Homosexuelle Paare gleichstellen?
·Diskussionen um Homo-Partnerschaft
Kanzler Schüssel sagt
"am besten nichts"!
·Homo-Sager des Kanzlers: Reaktionen
HOSI: "Solch ein Kanzler eigentlich untragbar!"
Nationalratspräsident Andreas Khol kann sich vorstellen, dass die ÖVP die Frage der Homosexuellen-Ehe überdenkt. In einem Interview spricht sich Khol dafür aus, dass der ÖVP-Vorstand eine Arbeitsgruppe einsetzt und die Vorschläge prüft. Die bisherige Beschlusslage der ÖVP lautete, keine Diskriminierung, aber keine Gleichstellung. Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch wiederum fordert, dass sich "auch die ÖVP diesem gesellschaftlichen Wandel stellen" müsse. Die ÖVP/FPÖ Justizsprecher erteilen dem jedoch eine Absage.
Dem Wunsch nach mehr Rechten für gleichgeschlechtliche Paare ersteilen die Jusitzsprecher von ÖVP und FPÖ jedoch eine eindeutige Absage. Viele Forderungen der Homo-Paare seien längst erfüllt, mein ÖVP-Justizsprecherin Fektar im Ö1-Morgenjournal. Bestimmte Rechte seien aber Familien vorbehalten. Ein klares Nein zur kompletten rechtlichen Gleichstellung homosexueller Verbindungen kommt auch von FP-Justizsprecher Dieter Böhmdorfer. Man würde gegen den Gleichheitsgrundsatz vorgehen, wenn man Familien und Nicht-Familien gleichstelle, sagte er im Radio.
Bauernbund-Präsident für offene Diskussion
Grillitsch: "Wir sollen wirklich offen darüber reden und uns diesen Themen nicht verschließen. Die Diskussionen laufen ja nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es das alte Bild Vater-Mutter-Kind in der altgewohnten Form einfach nicht mehr gibt". Und es müsse auch in der ÖVP eine klare Linie gefunden werden.
Khol erklärt, er sei "gegen jede Diskriminierung aus Gründen der geschlechtlichen Orientierung". Der andere Pfeiler sei aber die "Einmaligkeit der auf Ehe gegründeten Familie, als ein Beziehungswert von Rechten und Pflichten und als Heimstätte für Kinder. Dazwischen spielt es sich ab". Es sollte jetzt im Parteivorstand "eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die die Dinge neuerlich und sorgsam prüft".(apa/red)
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