FPÖ zeigt sich für Neues offen: Blau-rote Koalition für Scheuch durchaus denkbar
- "Sind in vielen Bereichen der SPÖ näher als der ÖVP"
- Kritik am Partner: Regierungspartner ÖVP gespalten
Der freiheitliche Generalsekretär Scheuch kann sich eine künftige Regierungsbeteiligung der FPÖ auch mit der SPÖ vorstellen. "Das ist eine absolut denkbare Variante", erklärte er. "Wir sind dafür bekannt, gegenüber allen Parteien offen zu sein. In vielen Bereichen sind wir mit den Sozialdemokraten sogar näher als mit der Volkspartei."
Aber eines müsse er klar sagen, meinte Scheuch: "In der SPÖ muss zuerst einiges passieren. Solange ein Norbert Darabos eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen auf Bundesebene ausschließt, hat es wenig Sinn, darüber zu diskutieren." Kärnten würde allerdings aufzeigen, dass mit den Sozialdemokraten "gute Politik" gemacht werden könne.
Die FPÖ muss aus der Sicht ihres Generalsekretärs jedenfalls auch in Zukunft Regierungspartei bleiben. "Nur in der Regierung können glaubhaft Dinge umgesetzt werden, nicht aber als Oppositionspartei", so Scheuch. "Wir müssen den erfolgen Kärntner Weg auch in Wien umsetzen", fügte Scheuch hinzu. "Wir müssen aber gemeinsam auftreten, um das auch nach außen hin verkaufen zu können", betonte der Generalsekretär.
Die Gefahr einer Spaltung des freiheitlichen Lagers in Österreich sieht Scheuch nicht. "Es ist eher umgekehrt", sagte er und sprach von einem "Selbstreinigungsprozess, wenn irgendwelche Einzelkräfte glauben, einen eigenen Weg gehen zu können". Der Generalsekretär vertritt auch die Meinung, dass der Koalitionspartner ÖVP "wesentlich mehr in sich gespalten ist.
Ziel der FPÖ müsse es sein, bis zu den nächsten Nationalratswahlen so stark zu werden, um dritte Kraft im Lande zu bleiben. "Mit der Unterstützung von Landeshauptmann Haider wird es auch gelingen", gibt er sich zuversichtlich. (apa)
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