Mittwoch, 11. August 2004

Tragisches Ende einen Schaumparty: 17-jährige Anita stirbt im Krankenhaus

  • Schwere Kopfverletzungen als Todesursache
  • Kriminalabteilung ermittelt gegen Veranstalter

Nach dem tragischen Unfall bei der Schaumparty am Neusiedlersee ist die 17-jährige Anita am Dienstag Abend im Krankenhaus Eisenstadt gestorben. Die junge Eisenstädterin, die nach einem Sturz leblos neben dem mit Schaum gefüllten Pool aufgefunden wurde, erlag den Folgen schwerer Kopfverletzungen, wie es hieß. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Obduktion der Leiche.

Laut Staatsanwältin Theresia Schneider-Ponholzer laufen die Ermittlungen gegen den Aufsteller des Pools und gegen den Veranstalter des Festes in Richtung fahrlässiger Tötung und allenfalls auch Gemeingefährdung. Es müsse auch geprüft werden, wie viele Menschen bei der Schaumparty gefährdet waren, sagte sie.

Schon die Rekonstruktion des dramatischen Geschehens am Montag ergab eine Reihe möglicher Mängel. So soll zu viel Schaum in den Pool gespritzt worden sein, das Material schwappte über. Die Partygäste rutschten immer wieder aus. Zudem hatte die fünfstufige Einstiegstreppe kein Geländer.

Auch die 17-jährige Eisenstädter dürfte ausgerutscht und zwischen der Treppe und der Poolwand vornüber in einen Berg Schaum gefallen sein. Sie wies Verletzungen an der Nase und im Brustbereich sowie Abschürfungen an den Knien auf.

Gefunden wurde die Verunglückte Samstag gegen Mitternacht von zwei Security-Leuten. Sie gab kein Lebenszeichen und war mit Schaum bedeckt. Die beiden Männer begannen sofort mit der Reanimation, ein zufällig anwesender Arzt unterstützte sie bis zum Eintreffen des Notarztes. Das Mädchen wurde in die Intensivstation des Eisenstädter Krankenhauses gebracht. Am Dienstag wurde ihr Zustand bereits als sehr kritisch bezeichnet. (apa/red)

11.8.2004 10:00