Mord und Selbstmord: Blutiges
Ehedrama in der Obersteiermark
- Pensionist hat seine Gattin erschossen
- Abschiedsbrief: Sache dürfte verabredet gewesen sein
Ein 68 Jahre alter Pensionist aus der Obersteiermark hat seine 75 Jahre alte Frau erschossen und sich danach selbst getötet. Die Leichen wurden im Wohnhaus des Paares am Mittwochvormittag von Nachbarn entdeckt, wie ein ermittelnder Kriminalist mitteilte.
Fremdverschulden könne so gut wie ausgeschlossen werden, so der Beamte, da sich im Hause größere Bargeldbeträge fanden. Ein Abschiedsbrief wurde gefunden, der darauf schließen lasse, dass die beiden alten Leute freiwillig aus dem Leben geschieden seien. Als Grund dürfte Krankheit vorliegen, so der Beamte.
Eine Bekannte, die wusste, wo sich der Schlüssel zum Reihenhaus des Ehepaares im obersteirischen Eisenerz (Bezirk Leoben) befand, hatte die beiden Leichen gemeinsam mit Nachbarn, die sich Sorgen gemacht hatten, am Mittwochmorgen gefunden.
Laut den Erhebungen der Gendarmerie hatten die Nachbarn "zwei bis drei dumpfe Geräusche" gehört. Dies dürften Schüsse gewesen sein. Bisher wurden zwei Projektile gefunden, so der Beamte. Der Mann hatte auf seine Frau geschossen und dann sich selbst getötet - mit einer Pistole der Marke Smith & Wesson, für die er eine Waffenbesitzkarte hatte.
Die Kriminalisten ermittelten noch im Umfeld der Opfer, um mögliche Hinweise auf das Motiv für die Tat zu finden. "Das Paar dürfte nicht im besten Gesundheitszustand gewesen sein, darauf lassen die vielen Medikamente im Haus schließen", sagte ein Kriminalist. Die Sache dürfte verabredet gewesen sein, mutmaßte der Beamte. In dem aufgefundenen Abschiedsbrief stehe sinngemäß: "Dies ist unser letzter Wille." (apa/red)
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