Donnerstag, 5. August 2004

Britische Studie: Deutsche Automodelle sind überdurchschnittlich pannenanfällig

  • Platz 1 der unzuverlässigen Autos hält der Audi TT
  • Top hingegen: Fernost-Marken wie Hyundai & Toyota

Deutsche Autos sind laut einer britischen Studie besonders reparaturanfällig, Fabrikate aus Japan und Südkorea schneiden bei Autofahrern dagegen sehr gut ab. Audi, BMW und Volkswagen bescheinigte eine Studie der britischen Consumer's Association nur wenig Zuverlässigkeit, als Spitzenreiter wurden Modelle von Honda, Mazda und Toyota ausgemacht.

Deutsche Autos seien schon immer teuer gewesen, kritisierte Herausgeber Malcolm Coles vom Konsumenten-Magazin "Which?". Wegen der festgestellten funktionellen Mängel seien sie sogar entschieden überteuert. Für Käufer japanischer Hersteller sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf dem Standstreifen landeten oder saftige Rechnungen für Reparaturen erhielten, dagegen weitaus geringer, erklärte Coles.

Audi TT unzuverlässig?
Als unzuverlässigstes Modell wurde der Audi TT eingestuft. Gut ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten mit diesem Wagen eine Panne gehabt zu haben. Befragt wurden 43 TT-Besitzer, die Autos waren bis zu zwei Jahre alt. Den zweitschlechtesten Platz nimmt die E-Klasse von Mercedes Benz ein, hier mussten im vergangenen Jahr 16 Prozent der 44 Befragten in die Werkstatt.

Japanische Marken mit Top-Platzierungen
Als Spitzenreiter macht die Studie unter anderem den Getz von Hyundai aus, außerdem den Toyota Corolla und die Modelle des Corolla Verso sowie den Mazda 323. 99 Prozent Verlässlichkeit bescheinigten die "Which?"-Leser beispielsweise dem Honda Civic, dem Mazda 6 oder dem Peugeot 406.

Für die Studie wurden die Angaben über 34.277 Fahrzeuge ausgewertet. Die Zahl der Befragten reichte von 30 Personen für den Hyundai Getz bis zu 495 für den Ford Focus. (apa)


5.8.2004 13:00