Jugendliche in Graz von der Polizei er-wischt: Moped war auf 161 km/h "frisiert"!
- Mit 100 km/h und ohne Licht Fluchtversuch gestartet
- Zahl der Jugendlichen mit "frisierten Mopeds nimmt zu"
Mit rund 100 km/h - statt der typisiert erlaubten 45 km/h - waren am Sonntag zwei Jugendliche in Graz mit ihren "auffrisierten" Mopeds unterwegs. Einer Polizeistreife fuhren die 15 und 16 Jahre alten Burschen zunächst davon. Nach einem Sturz war die Flucht des einen schließlich zu Ende, der andere stellte sich selbst den Beamten. Unglaubliche Geschwindigkeiten erbrachte dann der Test der "heißen Öfen" am Rollenprüfstand: Eines brachte es auf 106, das zweite auf 161 km/h.
Am Sonntag gegen 23.00 Uhr waren einer Streife an der Kreuzung Wetzelsdorfer Straße - Brauhausstraße zwei Zweiradlenker aufgefallen, die mit unbeleuchteten Fahrzeugen und unkenntlichen - vermutlich abgeklebten - Kennzeichentafeln unterwegs waren. Als die beiden Jugendlichen, der 16 Jahre alte EDV-Techniker Franz P. und sein 15-jähriger Freund Viktor G., den Polizeiwagen bemerkten, gaben sie Gas und versuchten zu fliehen.
Sturz bei Fluchtversuch
Nur der Reaktionsschnelligkeit eines unbekannten Autofahrers sei es laut Polizei zu verdanken, dass es an der nächsten Kreuzung zu keinem Unfall kam. "Der Pkw-Lenker brachte seinen Wagen rechtzeitig mit einer Vollbremsung zum Stehen", so ein Beamter. An der Eisenbahnkreuzung in der Alten Poststraße geriet der 16-Jährige mit seinem Moped auf eine Wiese und kam zu Sturz. Er blieb unverletzt, wurde aber von der Polizei gestellt. Sein 15 Jahre alter Freund stellte sich kurze Zeit später.
Polizei-Prüfstand: ein Mofa brachte es auf 161 km/h
Am Prüfstand stellte sich dann heraus, dass eines der Mofas 161 km/h und das zweite 106 km/h auf die Rolle brachte. Den beiden Jugendlichen wurden die Kennzeichen abgenommen. Ihnen drohen mehrere Anzeigen, unter anderem nach dem Kraftfahrzeuggesetz. Auch könnte es sein, dass sie erst später zur Führerscheinprüfung zugelassen werden.
Zahl der Jugendlichen mit "frisierten Mopeds nimmt zu"
Laut Exekutive nimmt die Zahl der Jugendlichen, die mit "auffrisierten" Mopeds unterwegs sind, ziemlich stark zu: "Die Jugendlichen bauen immer mehr herum", so ein Beamter der Verkehrsabteilung. Dabei werde aber übersehen, wie gefährlich das ganze eigentlich ist. "Da braucht nur ein Ast am Boden liegen." Dazu kommt freilich auch die Haftungsfrage: Sollte ein Unfall passieren, dürfte die auf ein Mofa abgeschlossene Versicherung keine Gültigkeit haben. (apa/red.)
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