Modeschöpfer im Olympia-Fieber: Immer mehr Designer greifen den Sportlook auf
- Das modische Geschäft mit Athen 2004 boomt bereits
- PLUS: Surfbretter und Basketbälle mit Designer-Logo

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Auf den Badeanzügen des Modehauses Celine prangen die olympischen Ringe. Der Japaner Yohji Yamamoto bedruckt Modelle seiner Sportswear-Kollektion mit Motiven olympischer Medaillengewinner. Und das Logo von Chanel ziert neuerdings Basketbälle und Surfbretter: Auch international gefeierte Designer möchten etwas von dem Glanz abhaben, der ab 13. August von den Olympischen Spielen in Athen ausgehen wird.
Das Geschäft "Olympia" lassen sich die internationalen Modeschöpfer nicht entgehen. Jean-Marc Loubier, Modechef bei Celine, gesteht offen, dass die Annäherung an das Sportereignis der Versuch ist, vom großen Kuchen "Olympia und Sportswear" ein Stück abzubekommen. "Nach der Kollektion zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 wollen wir wieder den modischen Dreh zu einem Ereignis mit sozio-kultureller Bedeutung finden."
Immer mehr renommierte Designer greifen daher den Sportlook auf, der bei Promis und in der Welt der Schönen und Reichen im Trend liegt. Musik- und Filmstars lassen sich im Jogginganzug, mit Baseball-Kappe oder im Fitnessdress fotografieren. Badeanzüge der Sportmarken Adidas oder Puma schaffen es in die "Vogue" und andere Hochglanzmagazine. Mehrseitige Modebeilagen präsentieren die sportlichen Kollektionen von Armani, Ralph Lauren, Dior oder Gucci.
Surfbretter und Basketbälle mit Designer-Logo
"Lange Jahre haben Soziologen und Designer nach der Prämisse gearbeitet, dass die unteren Schichten sich an der Mode der oberen orientieren", erklärt Pierre-Francois Le Louet, Chef der Modeberatungsfirma Nelly. Heutzutage wird ein Golf-, Segel- oder Skilook ergänzt durch optische Anlehnungen an Sportarten, die als weniger privilegiert gelten: Surfen, Leichtathletik oder Radfahren.
Allerdings brauchen die Reichen beim Joggen nicht auf das gewisse Extra zu verzichten. Stardesigner haben Trainingsanzüge aus seidig weichem Kaschmir im Sortiment. Auch die Weiterentwicklung der verarbeiteten Materialien spielt eine große Rolle. Neben atmungsaktiven Stoffen gelangen antibakterielle Kleidungsstücke in die Kästen. "Das alles ist die Bekleidung der Zukunft", sagt Modeberaterin Lysiane de Royere. Das Geschäft soll also länger laufen als Olympia. (apa)
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