Freitag, 6. August 2004

Euro-Einführung sei Dank: Elektronische Geldbörse "Quick" beliebt wie noch nie

  • Neu: Aufladen und Abheben in einem Schritt möglich
  • Zahlungsmittel für Kleinbeträge in bei Automanten

Ein neu eingeführtes Zahlungsmittel braucht etwa zehn Jahre, bis es sich etabliert hat. Bei der elektronischen Geldbörse Quick ist es jedoch schneller gegangen. Der Grund dafür war die Euroeinführung, die einen wahren "Schub" für das bargeldlose Bezahlen mit der Quick-Karte ausgelöst hat. "Quick entwickelt sich dynamischer als bisherige Kartenzahlverfahren", waren sich die beiden Geschäftsführer von Europay Austria, Peter Neubauer und Ewald Judt einig.

Die Quick-Karte - mittlerweile das neunte Jahr in Verwendung - erweise sich immer stärker als Zahlungsmittel für Kleinbeträge unter zehn Euro in so genannten geschlossenen Bereichen wie Firmen (etwa für Kantinen), Universitäten oder Schulen. Aber auch für Getränke- oder Parkscheinautomaten werde die Bezahlfunktion Quick immer häufiger eingesetzt, so Neubauer. In drei Jahren sollen auch alle Zigarettenautomaten mit der Quick-Bezahlfunktion ausgestattet sein.

Während derzeit rund zehn Prozent der Besitzer einer Bankomatkarte (Maestro) die elektronische Geldbörse Quick geladen haben, so sollen es mittelfristig 15 bis 20 Prozent sein, langfristig soll sogar jeder zweite Bankomatkarten-Besitzer Quick verwenden, gab Neubauer den Weg vor. Vor allem der Handel erkenne immer stärker das Potenzial der Quick-Karte. Neue Möglichkeiten gebe es aber auch bei Schulen, wo der Schülerausweis künftig eine Quick-Karte sein könnte: ein Pilotprojekt in zehn Schulen laufe bereits.

Aufladen und Abheben in einem Schritt
Neu seit Juni des Jahres ist laut Judt, dass in einem Schritt mit der Bankomat-Karte Bargeld abgehoben und gleichzeitig 50 Euro auf den Quick-Chip geladen werden können. Bisher waren dafür zwei Transaktionen notwendig. Bis Ende August soll diese Funktion flächendeckend bei allen Bankomaten installiert sein.

Die Anzahl der Quick-Zahlungstransaktionen ist 2003 auf 17,7 Millionen gestiegen. Das Zahlungsvolumen hat sich um knapp 12 Prozent von 132,5 Mio. Euro auf 116,8 Mio. Euro vermindert. Für das heurige Jahr geht man bei Europay von einer Steigerung der Zahlungstransaktionen auf 20 Millionen aus. (apa)

6.8.2004 12:26