Mittwoch, 4. August 2004

Johannes Ditz im NEWS-Interview gegen Verkauf von Post und Telekom

  • "Ich würde nicht an einen strategischen Partner verkaufen, dass wäre falsch"

Johannes Ditz, ehemals Wirtschaftsminister und ÖIAG-Vorstand, warnt vor dem kompletten Verkauf der ÖIAG-Anteile an der Telekom und sieht auch keinen Bedarf, für die Post einen strategischen Partner zu holen.

Ditz in einem Interview in der neuen NEWS-Ausgabe: "Es zeigt sich auch international, dass Schlüsselunternehmen, wie es Telekomkonzerne nun einmal sind, indirekt Einfluß auf die Standort- und Innovationspolitik haben. Ich würde nicht an einen strategischen Partner verkaufen, dass wäre falsch." Ditz weiter: Ich würde den an der Börse notierten Anteil erhöhen, der Staat sollte aber 25 Prozent behalten. Zumal die Telekom Austria inzwischen gut unterwegs ist und an Wert gewinnt. Ich bin gegen Privatisierungslösungen, im Zuge derer Geld und Mehrheiten verschenkt werden, nur um panikartig den Staatseinfluß los zu werden."

Der Ex-Minister, der zuletzt die steirische Estag führte und nun in den Aufsichtsrat des Unternehmens gewechselt ist, sieht auch keinen Grund, für einen Verkauf der österreichischen Post an einen ausländischen Konzern. Ditz: "Die Post benötigt überhaupt keinen strategischen Partner. Hier kann auch eine österreichische Lösung gefunden werden."

Das gesamte Interview in der aktuellen NEWS-Ausgabe

4.8.2004 13:00