Mittwoch, 4. August 2004

NEWS-Umfrage: Für 38 Prozent wäre eine neue Grasser-Partei wählbar!

  • VP-Insider: "Partei rund um Grasser und Riess-Passer wäre ein idealer Koalitionspartner"

Laut einer Gallup-Umfrage in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS könnte die im Raum stehende Neugründung einer wirtschaftsliberalen Partei um Finanzminister Karl-Heinz Grasser ähnlich einschlagen, wie Hans-Peter Martins Kandidatur bei der EU-Wahl: 38 Prozent der Gesamtbevölkerung und 58 Prozent der deklarierten FP-Wähler halten eine neue Partei rund um Ex-Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer und Grasser für wählbar. Eine FP unter Jörg Haider ist gerade für 16 Prozent (73 Prozent der FP-Wähler) attraktiv, eine FP unter Ewald Stadler spricht nur elf Prozent (12 Prozent der FP-Wähler) an.

NEWS-Recherchen ergeben, dass die Pläne tatsächlich weit gediehen sind: Bei mehreren Treffen in den vergangenen Wochen nahmen unter anderem Ex-FP-Chefin Susanne Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser, die Ex-FP-Generale Peter Westenthaler, heute Bundesligavorstand, und Walter Meischberger, sowie Ex-FP-Klubchef Norbert Gugerbauer teil.

Ein VP-Insider bestätigt auch das Interesse der Kanzlerpartei an einem neuerlichen Parteiwechsel des "unabhängigen" Finanzministers: "Wir brauchen einen neuen Koalitionspartner nach der nächsten Wahl. Die FPÖ hat sich selbst erledigt, die Grünen wären ein zu unsicherer Partner und die SPÖ würde zu viel Macht wollen. Eine neue Partei rund um Grasser und Riess-Passer wäre ideal." Öl ins Feuer gießt auch der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider: "Ich glaube, dass Schüssel sehr bewusst plant, mit einer neuen wirtschaftsliberalen Partei die Allmacht der ÖVP zu sichern."

Um Grassers selbst einbekannte Abneigung gegen Parteiarbeit zu überwinden, solle, so der VP-Geheimplan, eine "neue Bewegung jenseits der klassischen Parteipolitik entstehen. Gesponsert etwa von der Industriellenvereinigung und einige Großunternehmen wie dem Magna-Konzern. Grasser wäre nur der Frontmann." Und weil es mit dem "Showstar" allein nicht gehe, wie die VP aus der Erfahrung der letzten Jahre wisse, so der VP-Insider, "brauchen wir unbedingt auch die Susanne Riess-Passer." Die laut Freunden ohnehin "voll mit den Politereignissen mitlebt und sich sicher überreden lässt."

Alle Details lesen Sie im aktuellen NEWS!

4.8.2004 12:53