Mittwoch, 4. August 2004

Ex-Seminarist aus St.Pölten klagt in NEWS an: "Homo-Sex & Orgien"

  • Schwere Vorwürfe gegen Priesterseminar erhoben
  • Plus: Zitate aus dem Tagebuch des toten Seminaristen

In NEWS erhebt ein ehemaliger Alumne neue schwere Vorwürfe gegen die Führung des Priesterseminars von St. Pölten. Der angehende 58jährige Pfarrer aus Österreich, dessen Aussagen bei der Polizei auch der eigentliche Auslöser für den Skandal waren, verbrachte acht Monate in Krenns Pfarrersschule und bezeichnet das Haus an der Wiener Straße wörtlich als "Dependance von Sodom und Gomorrha". Johann Z., der nicht zum deklarierten schwulen Kreis der Seminaristen gehörte, über die Vorgänge in Krenns Kaderschmiede: "Es gab eine homosexuelle Seilschaft an deren Spitze der Regens stand. Das Klima war geprägt von Eifersucht, Intrigen und Spannungen."

Konkret berichtet Z. in NEWS über Vorfälle im Gemeinschaftsraum des Seminars, der unter den Alumnen "y-Treff" genannt wurde. Dort sei er eines Tages von einem polnischen Seminaristen "von hinten sexuell angegriffen" worden, der Täter selbst wäre wenig später mit einer Alkoholvergiftung bewusstlos zusammengebrochen.

Weiters erzählt Johann Z. von homoerotischen "Wochenendausflügen" des Regens Ulrich Küchl in das Stift Eisgarn, wo der Chef-Seminarist allein im vergangenen Jahr mit drei Zöglingen hintereinander homoerotische Kontakte gepflegt haben soll.

Küchl selbst soll auch, so Z., im Seminar selbst "Homo-Paare getraut haben." Der Alumne wandte sich mehrmals an Bischof Krenn, die Reaktion darauf war jedoch ernüchternd: "Ich bin regelrecht gemobbt worden".

Kurt Krenn selbst soll noch im Spätsommer "aus gesundheitlichen Gründen" abgelöst werden.

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4.8.2004 12:23