Neuer Benzinpreis-Rekord: 0,996 Euro! So teuer war Eurosuper in Österreich noch nie
- So hohen Durchschnittspreis hat es noch nie gegeben
- Auch Flug in die Ferien und Konsumgüter werden teurer
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·Sprit in Österreich schon wieder teurer!
Diesel um 4 Cent, Benzin um 2 Cent pro Liter
·TANKEN: Hier finden Sie den billigsten Sprit
Die günstigsten Tank- stellen auf einen Blick
Nach der jüngsten Teuerungswelle hat der Preis für Eurosuper (95 Oktan) in Österreich einen noch nie da gewesenen Höchststand erreicht, meldet der Autofahrerklub ARBÖ: Selbst bei den billigsten Tankstellen kostete ein Liter Eurosuper am Freitag (Stand: 11 Uhr) im Durchschnitt einen Euro (genau: 0,996 Euro) oder 13,71 Schilling.
So einen hohen Durchschnittspreis für Eurosuper hat es in Österreich noch nie gegeben, nicht einmal im Mai 2001 als der Durchschnittspreis 13,46 Schilling ausmachte. Basis für die ARBÖ-Berechnung sind die Preise an den günstigsten Zapfsäulen, die dem Autofahrerklub zufolge in der täglichen Praxis eine viel größere Rolle spielen als die so genannten Höchstpreise.
Auch Fliegen und Konsumgüter werden teurer
Der hohe Ölpreis macht sicher aber längst nicht mehr nur an der Zapfsäule bemerkbar. Beim Flug in die Ferien und bei zahlreichen Konsumgütern müssen die Verbraucher möglicherweise bald tiefer in die Tasche greifen, wenn die Ölpreise auf dem derzeitigen Niveau verharren oder gar weiter steigen.
Fliegen wird genau wie Autofahren durch den hohen Treibstoffverbrauch teurer. Wegen der gestiegenen Rohölpreise werde in diesem Jahr ein Kostenschub von rund zehn Mrd. Dollar (8,3 Mrd. Euro) befürchtet, rechnete jüngst der Verband der internationalen Fluggesellschaften (IATA) vor. Die Austrian Airlines-Gruppe (AUA) musste im ersten Halbjahr 2004 rund 19 Mio. Euro mehr für Treibstoff aufwenden als vor einem Jahr. Das hat sich auch auf die Flugpreise ausgewirkt. Pro Flugstrecke müssen die Kunden seit Ende Mai 2004 einen Treibstoffzuschlag von 6 Euro zahlen.
Talsohle bei Reisepreisen ist erreicht
Der anhaltend hohe Ölpreis wird sich auch auf die Preise für Reisen schlagen. Die meisten Reiseveranstalter müssten mit dem hohen Ölpreis rechnen und würden diesen in ihre Winterkataloge 2004/05 bereits einkalkulieren, die Reisepreise werden daher zumindest auf dem aktuellen Niveau bleiben oder sogar leicht steigen, meinte die Präsidentin des Österreichischen Reisebüroverbands (ÖRV), Annemarie Richard, am Freitag auf APA-Anfrage. Auch die Hotellerie müsse mit dem hohen Ölpreis kalkulieren, Auswirkungen seien auch bei Billigairlines bereits ersichtlich. Die Talsohle bei den Reisepreisen sei damit nun erreicht.
Konsumgüter dürften sich durch höhere Transport-, Energie- und Rohstoffkosten zumindest längerfristig verteuern. Mit dem Preisanstieg bei Energie und Heizwärme verteuern sich aber vor allem die Erzeugnisse energieintensiver Branchen wie der Baustoff- und Stahl- sowie der Chemie-, Glas- und Metallindustrie. Die steigenden Kosten für den Rohstoff Rohbenzin macht beispielsweise die Kunststoffe der Petrochemie teurer. Mit Verzögerung macht sich dies bei den Endpreisen weiterverarbeitender Branchen bemerkbar, was die Preise schließlich auf breiter Front steigen lässt. (apa/red)
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