Aktion zurück: Russische Justiz
annulliert Freigabe von Yukos-Konten
- Aktienkurs des Konzerns bricht wieder ein
- Seit einem Monat läuft Zwangsvollstreckungsverfahren
·Yukos drohen neue
Nachforderungen
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Die russische Justiz hat die Freigabe von Konten des Ölkonzerns Yukos widerrufen. Ein Yukos zugegangenes Schriftstück eines Gerichtsvollziehers, in dem die Kontenfreigabe mitgeteilt wurde, sei "nicht mit geltendem Recht vereinbar und wurde deshalb annulliert", teilte die zuständige Stelle im Justizministerium in Moskau mit. Die Yukos-Aktie, die zuvor deutlich gestiegen war, brach binnen Minuten wieder um mehr als 14 Prozent ein.
Die Yukos-Führung hatte mitgeteilt, das Justizministerium habe einige gesperrte Unternehmenskonten wieder freigegeben, die für das laufende Geschäft benötigt würden. Yukos-Sprecher Alexander Schadrin sagte noch kurz zuvor dem Moskauer Radiosender Echo, damit seien Zahlungen "ohne Beschränkungen" möglich. Dies gelte auch für die Gehälter der Mitarbeiter und die geforderten Steuerrückzahlungen.
Yukos drohte in diesen Tagen die Pleite, da die Barmittel für Löhne sowie Förder- und Transportkosten ausgingen. Seit einem Monat läuft ein Zwangsvollstreckungsverfahren, Vermögenswerte wurden beschlagnahmt. Der nach Fördermenge 2003 größte russische Ölkonzern beschäftigt 120.000 Menschen. (apa/red)
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