Benzin wieder teurer: Hohe Rohölpreise verteuern Sprit in Österreich!
- Wettbewerbsbehörde: Es gab keine Preisabsprachen
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·Bisher keine Preis- absprachen bei Sprit!
Wettbewerbshüter ermitteln aber weiter
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bald bei 1,3 Euro?
Anstieg laut Automobilclub in kommenden Wochen
Den Anstieg der Rohöl- und Produktpreise bekommen nun auch die Autofahrer in Österreich zu spüren. Nachdem BP Austria am Mittwoch die Tiefstpreise für Diesel um 4 Cent und die für sämtliche Benzinsorten um 2 Cent erhöht hatte, zogen OMV und Shell mit einer Preiserhöhung im gleichen Umfang nach. Wir haben einen wahnsinnigen Nachhang bei der Weitergabe der Produktpreise", sagte BP Austria-Sprecherin Monika Matausch am Donnerstag zur APA.
Mit dem jüngsten Preisschritt folgte die OMV dem Mitbewerber. Der Mineralölkonzern hob die Tiefstpreise für Diesel um 4 Cent und die für Benzin um 2 Cent an der Hälfte der rund 500 OMV-Tankstellen in Österreich an. Ob das Unternehmen die Treibstoffe in nächster Zeit weiter verteuern werde, hänge von der Marktentwicklung ab. "Es ist schlicht ein Kaffeesudlesen", sagte OMV-Sprecherin Bettina Gneisz am Donnerstag zur APA.
BP erklärte die jüngste Preisrunde mit den gestiegenen europäischen Produktpreisen. Am Dienstag lag der Preis für eine Tonne Diesel am Spotmarkt in Rotterdam laut BP bei rund 422,30 Dollar (352,4 Euro). Zu Jahresbeginn notierte eine Tonne Diesel noch bei rund 290 Dollar.
Den Grund für die steigenden Produktpreise sieht Shell vor allem in den USA. "Der Bedarf dort ist enorm", sagte Oliver Tabbert, Mitarbeiter Public Affairs bei Shell zur APA. Zudem wirke sich die Situation im Irak negativ auf die Preise an den Spotmärkten aus.
SP fordert Einschreiten der Bundeswettbewerbsbehörde
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures fordert Wirtschaftsminister Martin Bartenstein auf, den weiteren Spritpreis-Steigerungen nicht tatenlos zuzusehen. Die Bundeswettbewerbsbehörde müsse aktiv werden, um eventuellen Preisabsprachen zwischen den fünf großen Mineralölfirmen in Österreich nachzugehen, heißt es am Donnerstag in einer Pressemitteilung der SPÖ. Notwendig sei eine Senkung der österreichischen Treibstoffpreise auf EU-Niveau. Zudem fordert Bures, das Kilometergeld um 4,5 Cent und die Pendlerpauschale um 30 Prozent zu erhöhen.
Kritik der Autofahrerclubs
Beim Autofahrerclub ARBÖ stößt vor allem die jüngste Verteuerung von Eurosuper auf Kritik. "In den vergangenen Wochen sind die Preisnotierungen am Produktmarkt für Eurosuper eher stabil geblieben und haben den Höhenflug bei den Rohöl-Notierungen nicht mitgemacht", sagte die ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz zur APA. Am Dienstag notierte eine Tonne Eurosuper bei 442 Dollar. Das bisherige Jahreshoch am 12. Juli 2004 lag laut ARBÖ bei rund 474 Dollar und damit deutlich über dem aktuellen Niveau.
Angesichts der historisch hohen Spritpreise bekräftigte der ARBÖ seine Forderung an die Regierung, die zu Jahresbeginn erhöhte Mineralölsteuer (MöSt) wieder zurückzunehmen. Vor allem für beruflich bedingte Fahrten müsste es einen Ausgleich geben. Konkret fordert der ARBÖ eine Erhöhung des Kilometergeldes um mindestens 4,5 Cent auf 40,5 Cent pro Liter und eine weitere Anhebung der Pendler-Pauschale um 15 Prozent.
Der ÖAMTC kreidete BP an, dass die jüngste Spritpreis-Erhöhung wie das "Amen im Gebet" kam. Laut einer aktuellen Erhebung in den Bundesländern lagen die Höchstpreise für den Liter Superbenzin (95 Oktan) bei 1,029 Euro, für Diesel bei 0,899 Euro. "Wir können den Autolenkern nur empfehlen, auf preisbewusstes Tanken bei Billiganbietern zu setzen", heißt es in einer Pressemitteilung des ÖAMTC. Superbenzin könnten Autofahrer derzeit am günstigsten in Tirol und Niederösterreich tanken (0,899 Euro pro Liter), Diesel in Oberösterreich und Tirol (0,729 Euro). (apa)
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