Und es geht weiter hoch: Ölpreis erreicht höchsten Stand seit 14 Jahren
- OPEC-Treffen im September soll Entspannung bringen
- PLUS: Die billigsten Tankstellen und Spritspar-Tipps
·TANKEN: Hier finden Sie den billigsten Sprit
Die günstigsten Tank- stellen auf einen Blick
·So können auch Sie viel Sprit einsparen
Den Treibstoffverbrauch optimieren & Geld sparen
·Sprit in Deutschland
bald bei 1,3 Euro?
Anstieg laut Automobilclub in kommenden Wochen
Die hohe Nachfrage nach Öl aus aller Welt hat am Mittwoch an den internationalen Rohstoffmärkten die Ölpreise weiter in die Höhe getrieben. An den Terminmärkten verteuerte sich entsprechend ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September um 18 Cent auf in der Spitze 40,85 Dollar und notierte damit nur noch knapp unter 40,95 Dollar, dem Hoch vom Oktober 1990, als unter Führung der USA der erste Krieg gegen den Irak vorbereitet wurde. Nun wartet die Bevölkerung auf die nächste wohl unvermeidliche Benzinpreiserhöhung. Entspannung im Nahen Osten könnte die Preise wieder sinken lassen.
Der Preis für die US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) erreichte mit 44,28 Dollar je Barrel indes das höchste Niveau seit Beginn des Terminhandels auf dieses Produkt vor 21 Jahren. An den Börsen in Europa und Asien sorgte die Angst vor den negativen Folgen des Preisanstiegs für deutliche Kursverluste.
Preis könnte weiter steigen
"40,95 Dollar ist die Marke, auf die alle jetzt warten", sagte ein Händler an der Terminbörse in London. Am Mittwoch gelte das Hauptaugenmerk der US-Statistik zu den Benzin-Lager-Vorräten. Sollten diese einen höheren Verbrauch als erwartet andeuten, könnte der Ölpreis weiter steigen, hieß es.
Als aktuellen Auslöser für den fortgesetzten Höhenflug der Ölpreise machten Händler die Aussage von OPEC-Präsident Purnomo Yusgiatoro vom Vortag verantwortlich. Der hatte erklärt, Saudi-Arabien habe zwar als größte Ölexporteur der Welt zusätzliche Kapazitäten, aber diese könnten nicht unmittelbar genutzt werden. Laut einer Schätzung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) könnte eine Entspannung der Lage im Nahen Osten die Preise wieder sinken lassen.
Mangelnde Investitionen Schuld an Anstieg
Micza weist auch darauf hin, dass angesichts des relativ niedrigen Ölpreises in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre in der Förderindustrie die kostenträchtigen Investitionen eher gering gewesen seien. Die Folgen seien von Analysten ebenso wie von der Internationalen Energieagentur oder der OPEC unterschätzt worden.
Derweil stieg an den Spotmärkten der Preis für ein Barrel Brent auf über 42 (Vortagesschluss 41,92) Dollar. Historisch betrachtet ist Öl nach einer BP-Studie derzeit etwa so teuer wie 1974 infolge des Öl-Embargos nach dem Yom-Kippur-Krieg von 1973 und damit in heutigem Geld gerechnet etwa halb so hoch wie 1979/80. Während der islamischen Revolution im Iran hatte sich ein Barrel in heutigem Geld - also unter Berücksichtigung der Inflation - auf bis zu knapp 80 Dollar verteuert.
Ölpreis drückt Börse
Der hohe Ölpreis erhöht für die Unternehmen die Kosten für die Produktion und für den Transport und drückt so auf die Gewinnmargen. Viele Analysten fürchten, dass damit der Ölpreis den Aufschwung der Weltkonjunktur bremsen kann. Daher gaben am Mittwoch die Aktienkurse auf breiter Front nach. So fielen in Frankfurt trotz guter Unternehmensdaten die Standardwerte um 1,6 Prozent. Auch an den übrigen europäischen Börsenplätzen gerieten die Aktien stark unter Druck. "Die Ölpreise müssen fallen, damit die Aktienkurse wieder steigen können", sagte Steve Barrow, Europa-Stratege von Bear Stearns.
OPEC will hohe Ölpreise bei Konferenz im September besprechen
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) will auf ihrer nächsten Ministerkonferenz am 15. September in Wien Maßnahmen zur Dämpfung des Preisanstiegs bei Rohöl besprechen. Dies sagte der indonesische OPEC-Präsident Purnomo Yusgiantoro am Mittwoch in Jakarta. Yusgiantoro betonte, es sei für die OPEC weiterhin möglich, den Rohölpreis zu senken.
(apa)
Verrat im Vatikan16:29
Komplizen gesuchtItalienischer Kardinal wird verdächtigt. Weitere Festnahmen nicht ausgeschlossen.
Oberösterreich16:50
Familie überlebt CrashAutolenker hatte Sekundenschlaf: Geländewagen überschlug sich mehrfach
Wettskandal in Italien17:04
Razzia bei der SquadraPolizei durchsucht Raum von Verteidiger Criscito im Trainingslager der Italiener

