New Yorker Börse will sein elektronisches Handelssystem NYSE Direct ausbauen
- 200-jährige Dominanz des Parketthandel damit zu Ende
- Zustimmung der Börsenaufsicht SEC noch ausständig
Die New Yorker Börse (NYSE) will Hindernisse für den elektronischen Handel mit Aktien abbauen und ihr Handelssystem NYSE Direct ausbauen. Mit der Ausweitung der computergestützten Auftragsabwicklung dürfte die 200 Jahre währende Dominanz des Parketthandels an der Wall Street langsam zu Ende gehen.
Der vorgeschlagene Ausbau von NYSE Direct werde einen "gemischten Markt" mit einer elektronischen Handelsplattform neben dem traditionellen System schaffen, kündigte die NYSE am Montagabend an. Die Börse werde viele der Einschränkungen für Größe, Zeitpunkt und Arten der Aufträge abschaffen, die derzeit für die elektronische Plattform gälten, sagte Börsenchef John Thain auf einer Pressekonferenz.
Dieser Vorschlag sei während mehrerer Monate erarbeitet worden und bedürfe noch der Zustimmung der Börsenaufsicht SEC. Diese historische Entscheidung für den Finanzplatz New York geht vor allem auf Forderungen institutioneller Investoren nach größerer Geschwindigkeit bei der Auftragsabwicklung zurück.
(apa)
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