Verluste durch Zigarettenschmuggel nach EU-Erweiterung: In NÖ 57 Mio. Euro Minus
- Einbußen auch im nördlichen Burgenland und Kärnten
- Schuld sind geringe Tabaksteuern in neuen EU-Ländern
Mit der EU-Erweiterung hat die Zahl geschmuggelter Zigaretten stark zugenommen. Der Handel spürt die Schmuggelware stark. Niederösterreich ist davon besonders betroffen, hier hat es einen Verkaufsrückgang von dreizehn Prozent gegeben.
440 Mio. Euro sind im letzten Jahr in NÖ für Zigaretten ausgegeben worden. Das ist ein Fünftel des Gesamtumsatzes. Heuer hat man allein in NÖ einen Verlust von 57 Mio. Euro hinnehmen müssen, so der Bundesgremialvorsteher der Tabaktrafikanten Peter Trinkl.
Auch Burgenland und Kärnten betroffen
Auch im nördlichen Burgenland und in Kärnten blüht das Geschäft mit geschmuggelten Zigaretten. Den größten Teil macht der kriminelle Schmuggel aus. Die Zigaretten werden in eigens dafür gebauten Lagerhäusern in den neuen EU-Staaten zwischengelagert und dann mit mehreren Lkw-Führen nach Österreich gebracht.
Mehr als eine Mio. Euro hat der kriminelle Schmuggel im letzten Jahr ausgemacht. Heuer ist diese Zahl gleich geblieben. Speziell ausgebildete ehemalige Zöllner sollen jetzt mit Hilfe von Privatdedektiven die Schmuggler überwachen.(red)
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