Yukos-Affäre: Behörden kündigen neue Steuerprüfung beim Ölkonzern an
- Auch Aktivitäten aus dem Jahr 2002 werden überprüft
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Dem russischen Ölkonzern Yukos drohen weitere Steuernachforderungen: Die Behörden kündigten am Montag an, die Aktivitäten des Unternehmens aus dem Jahr 2002 zu überprüfen, wie ein Yukos-Sprecher mitteilte. Für die Jahre 2000 und 2001 soll Yukos bereits jeweils 99 Mrd. Rubel (2,8 Mrd. Euro) nachzahlen.
Vor diesem Hintergrund dürfte dem Unternehmen ein am Montag errungener juristischer Teilsieg wenig nützen: Ein Gericht befreite Yukos von einer zusätzlichen Strafgebühr in Höhe von 6,7 Mrd. Rubel (rund 190 Mio. Euro).
Die Gebühr war am 9. Juli erhoben worden, weil Yukos die Frist zur Begleichung der Steuernachforderung für das Jahr 2000 verstreichen ließ. Das Unternehmen kann die Steuerschuld nach eigenen Angaben deshalb nicht begleichen, weil ein großer Teil seiner Vermögenswerte von der Justiz eingefroren wurde. Das Justizministerium hatte am Freitag mitgeteilt, es erwarte die ausstehenden Beiträge bis Ende August. Bislang habe Yukos 20 Prozent der Steuernachforderung für das Jahr 2000 gezahlt.
Beobachter rechnen seit langem damit, dass Yukos auch für 2002 und 2003 Steuern nachzahlen muss. Schätzungen zufolge könnte die Steuerschuld für die Jahre 2000 bis 2003 insgesamt zehn Mrd. US- Dollar (8,3 Mrd. Euro) erreichen. (apa)
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