Österreichs Industrie in bester Stimmung: Auftrags-Höchstwerte für heimische Firmen
- EinkaufsmanagerIndex im Juli bei 55,6 Prozent
- Auch Industrie in der Eurozone mit positivem Trend
·Ö-Wirtschaft wird mittelfristig wachsen!
IHS: Durchschnittliches Wachstum bis 2008 - 2,3%
Die österreichische Industrie befindet sich weiter in bester Stimmung: Der von der Bank Austria Creditanstalt ermittelte EinkaufsmanagerIndex weist für den Juli einen Wert von 55,6 aus (Werte über 50 zeigen Wachstum an, ein Wert darunter signalisiert Rückgang). Der Index hat sich damit gegenüber dem Juni-Wert von 55,5 leicht verbessert und den höchsten Stand seit fast vier Jahren erreicht.
Die befragten Einkaufsmanager registrieren weiter eine zunehmende Dynamik bei den Auslandsaufträgen. Der Indexwert für die Auslandsaufträge, der bereits im Juni auf 56,4 gestiegen war, erhöhte sich weiter auf 56,7. Auch die Inlandsaufträge zeigen sich dynamischer als im Juni. Der Anteil von Einkaufsmanagern, die steigende Aufträge registrieren, zog vom hohen Juni-Wert (56,9) weiter an auf 57 im Juli. Entsprechend positiv beurteilten die Einkaufsmanager den Auftragsbestand mit einem neuen Höchstwert von 59,8.
Beschleunigung der Produktion
Dank der verbesserten Auftragssituation beschleunige sich die Produktion weiter. "Trotzdem bleibt weiter Skepsis bestehen, ob dieser Aufschwung tatsächlich so nachhaltig ist", meint Kager. Die Beschäftigungslage wird zwar positiv bewertet, liegt mit 51,4 (Juni: 51,6) aber nur knapp über der 50-Punkte-Marke. Weiter keine Entwarnung gibt es bei der Einkaufspreisentwicklung. Zwar ging der Wert auf 70 (71,1) zurück, liegt damit aber weiter sehr hoch.
Nach Meinung der BA-CA-Ökonomen zeigt der Index, dass die Wirtschaftsdynamik auch im zweiten Halbjahr vorläufig weiter zunimmt. Die Belebung der Industrieproduktion im zweiten Quartal sollte erneut an Dynamik gewonnen hat, könnte dies im dritten Quartal eine Fortsetzung erleben.
Auch Euro-Zone mit positivem EMI
Die wirtschaftliche Erholung der Industrie in der Euro-Zone hat sich im Juli wieder beschleunigt. Der Reuters-Einkaufsmanager-Index (EMI) sei auf 54,7 von 54,4 Punkten im Juni gestiegen, teilte am Montag das britische Forschungsinstitut NTC mit.
Der Grund für die Tempobeschleunigung nach dem Rückgang im Vormonat sei der bessere Auftragseingang gewesen, erklärte NTC. Der entsprechende Teilindex stieg auf 56,1 von 55,9 Punkten. Der Teilindex zur Beschäftigung signalisierte mit 49,7 nach 49,4 Punkten nahezu einen Stillstand beim Abbau von Arbeitsplätzen in der Euro-Zone.
Mit dem Juli-Stand knüpft der EMI wieder an das Mai-Ergebnis an. Damals war der höchste Index-Wert in der seit elf Monaten andauernden Erholungsphase gemessen worden. Dabei wurde im Juli die Produktion in allen Ländern hochgefahren, wobei sich außer in Griechenland und Frankreich das Tempo beschleunigte. Den höchsten Produktions-Index-Wert ermittelte NTC für Deutschland, gefolgt von den Niederlanden und Österreich. Am schwächsten stieg die Produktion in Spanien, gefolgt von Italien.
NTC zufolge stieg die Beschäftigung in der Industrie in Spanien, in den Niederlanden, Österreich und Irland. In allen anderen Ländern nahm sie dagegen leicht ab oder blieb wie in Deutschland praktisch unverändert.
(apa)
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