Gefallener Weltklasse-Sprinter: Olympia-Aus für US-Dopingsünder Calvin Harrison
- Zweites Vergehen zieht zwei Jahre Sperre nach sich
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Der US-Weltklasse-Sprinter Calvin Harrison ist nach seinem zweiten Dopingvergehen für zwei Jahre gesperrt worden und wird damit nicht an den am 13. August beginnenden Olympischen Spielen in Athen teilnehmen. Darüber informierte die US-Anti-Doping-Agentur USADA.
Harrison ist im Juni des Vorjahres bei den US-Meisterschaften in Stanford (Kalifornien) die Einnahme des verbotenen Stimulanzmittels Modafinil nachgewiesen worden. Der Wiederholungstäter war bereits 1993 bei den US-Hallen-Junioren-Meisterschaften auf Ephedrin positiv getestet worden. Seinerzeit wurde der 400-m-Läufer für drei Monate gesperrt.
Harrison hatte im Vormonat bei den Olympia-Trials in Sacramento über die Stadionrunde den fünften Platz belegt. Er verpasste zwar ein Einzelstartrecht, dennoch wurde er für Athen in den sechs Läufer umfassenden Staffel-Pool aufgenommen.
Durch die Suspendierung von Harrison droht der bei den vorjährigen Weltmeisterschaften siegreichen 4-x-400-m-Staffel der USA die Aberkennung der Goldmedaille. Harrison hätte bei den im August in Paris ausgetragenen Titelkämpfen nicht zum Einsatz kommen dürfen. Über die Disqualifikation hat der Leichtathletik-Weltverband zu entscheiden. Sollten die USA nachträglich disqualifiziert werden, würde Frankreich den WM-Titel nachträglich zugesprochen bekommen. Harrison war der erste Läufer im Team, dem außerdem Tyree Washington, Derrick Brew und Jerome Young angehörten.
Harrison gehörte auch vor vier Jahren bei den Spielen in Sydney zusammen mit seinem vor einer lebenslangen Dopingsperre stehenden Zwillingsbruder Alvin sowie Michael Johnson und Antonio Pettigrew zum erfolgreichen Staffel-Quartett. Auch diese Goldmedaille wird dem Team aberkannt werden, weil der im Vorlauf und Halbfinale eingesetzte Jerome Young nicht hätte starten dürfen. (apa/red)
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