Donnerstag, 5. August 2004

Trotz Verbesserung nach Italien-Pleite: US-Coach sieht Dream-Team nicht als Favorit

  • Fortschritte bei knappem 80:77-Sieg gegen Deutsche
  • Nowitzki: Team der USA nicht 1. Wahl und schlagbar

"Wir fühlen uns bei den Olympischen Spielen nicht als Favorit". Erstaunlich bescheidene Aussage der erfolgsverwöhnten US-Basketballer. Coach Larry Brown durfte nach dem knappem 80:77-Sieg gegen Deutschland in Köln zwar durchatmen und Fortschritte verzeichnen. Grandios war die Vorstellung aber nicht.

"Vater des Sieges" war Allen Iverson. Der Guard der Philadelphia 76ers verwandelte mit der Schlusssirene von der Mittellinie und verhinderte damit eine Verlängerung. Den US-Boys fielen danach ganz offensichtlich gleich mehrere Steine vom Herzen. Sie jubelten, als hätten sie bereits olympisches Gold gewonnen.

"Wir haben Fortschritte gemacht", stellte Brown nach dem knappen Erfolg fest. Am Vortag hatten sich seine Spieler beim 78:95 gegen Italien ja gehörig blamiert. "Aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns." Sein junges Team müsse erst "Erfahrung sammeln", so der Coach. Bis zur ersten Begegnung in Athen am 15. August gegen Puerto Rico bestreiten die US-Boys drei weitere Vorbereitungsspiele - am Freitag gegen Serbien-Montenegro (Belgrad), am Sonntag und Dienstag kommender Woche gegen die Türkei (Istanbul).

Er sei "gespannt", wie die USA bei Olympia abschneiden werden, sagte Deutschlands NBA-Star Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks). Das Team sei "nicht die erste Wahl" und "auf jeden Fall schlagbar".

Testspiel in Köln:
Deutschland - USA 77:80 (40:44)
Beste Werfer: Nowitzki 32, Okulaja 10 bzw. Duncan 19, Anthony 16, Iverson 15

(apa/red)

5.8.2004 10:29