Sensationstransfer: BAR-Pilot Jenson Button geht zu Williams, Ärger bei BAR
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Von wegen Sommerloch! In der Formel 1 geht es heiß her. Jenson Button, in der laufenden Saison im BAR einer der ersten Schumacher-Herausforderer, fährt ab 2005 wieder für Williams, wo er 2000 seine Karriere in der Königsklasse des Motorsports begann. BAR-Teamchef Richards ist sauer. "So schnell geht das auch nicht. Button hat 2005 noch einen Vertrag bei uns"
Zuletzt waren eher Jacques Villeneuve, Nick Heidfeld oder Mika Häkkinen als künftige Williams-Piloten kolportiert werden. Bezüglich des 35-jährigen Finnen steht der nächste "Hammer" womöglich unmittelbar bevor, denn immer mehr verdichten sich die Anzeichen, dass Häkkinen nächstes Jahr tatsächlich in die Formel 1 zurückkehrt.
Allerdings nicht bei Williams, denn dort ist man mit Button und Mark Webber nun voll. Häkkinen soll vielmehr bei BAR-Honda andocken und nach dem überraschenden Abgang von Button könnte dann dort auch Takuma Sato seinen Platz behalten. Mit Ausnahme von Weltmeister Ferrari, der auch 2005 weiter auf Michael Schmacher und Rubens Barrichello setzt, sowie den Bezahlteams Jordan und Minardi, gehen damit alle übrigen Formel-1-Teams mit zumindest einem neuen Piloten in die nächste Saison.
Interessant: Nach seinem ersten Jahr in der Formel 1 musste Button Montoya bei Williams Platz machen, jetzt ersetzt er den Kolumbianer, der zu McLaren geht.
Bei BAR will man den Abgang nicht so einfach hinnehmen. "Ich habe 400 Leute in der Fabrik, die hart arbeiten, und dann geht der Kerl, der die ganze Anerkennung einstreicht, und gibt ihnen den Laufpass", ist Teamchef Dave Richards fassungslos. "Ich kann einfach nicht glauben, dass er uns verlassen will."
Der Durchbruch in die Beletage gelang dem talentierten Button im BAR-Honda aber erst in diesem Jahr. Im zweiten Rennen schaffte er als Dritter des GP von Malaysia erstmals den Sprung auf das Podest. Dank mittlerweile sieben Klassierungen in den Top-Drei und insgesamt 61 Punkten liegt Button im WM-Klassement hinter dem Ferrari-Duo Schumacher (110 Punkte) und Barrichello (74) an dritter Stelle. Auf den ersten Sieg wartet Button allerdings auch nach 78 Grand Prix.
"Das BMW WilliamsF1 Team und Jenson Button verbindet eine langjährige Beziehung. Er begann 2000 bei uns und wir sind seither immer in Verbindung geblieben. Ich freue mich sehr, dass mit ihm einer der talentiertesten Formel-1-Fahrer zu uns zurückkehrt", sagte Frank Williams.
Obwohl BAR derzeit in der WM vor Williams liegt, hat Button offensichtlich keine Angst vor einem Rückschritt. "Ich bin glücklich, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, zurückzukehren. Vorerst konzentriere ich mich voll auf die Saison 2004, aber für die Zeit danach habe ich volles Vertrauen, dass die umfangreichen Investitionen, Ressourcen und großen Fähigkeiten von Williams und BMW die beste Plattform für mich sind, um mein Ziel des Weltmeistertitels zu verfolgen."
