Linz in Nizza: Abenteuer Frankreich startet für Teamstürmer mit Kracher gegen Lyon
- Vierfacher Meister strebt Mittelfeldplatz in der Ligue 1 an
- Dritter Legionär nach Kaltenbrunner und Kartalija
·15 Österreicher als Fußball-Legionäre
Neuer Karriere-Kick für Wallner, Linz, Mandl & Co
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Gleich mit dem "Kracher" zu Hause gegen Meister Olympique Lyon beginnt für ÖFB-Teamstürmer Roland Linz und seinen Neo-Arbeitgeber OGC Nizza die französische Meisterschaft. Der 22-jährige Österreicher hat mit dem vierfachen französischen Meister (zuletzt 1959), der 2004 sein 100-jähriges Bestehen feiert, bei Gluthitze an der Cote d'Azur eine reibungslose Vorbereitung absolviert und unter dem deutschen Trainer Gernot Rohr gute Karten auf einen Platz in der Stammelf.
Linz kam in jedem Testspiel zum Einsatz und erzielte beim 3:0 gegen Cannes am 27. Juli seine ersten beiden Treffer in Rot-Schwarz. Rot-Schwarz waren auch die Vereinsfarben auf seiner bisher jüngsten Österreich-Station Admira, ansonsten erinnert Linz in Nizza aber nur wenig an die Zeit in der Südstadt. "Jeden Tag 30 Grad. Ich hab' mich super eingelebt und eine schöne Wohnung drei Minuten vom Meer und sieben Minuten vom Trainingsgelände entfernt gefunden", erzählte Linz, der sich auch punkto Unterstützung von den Rängen eine erhebliche Steigerung erwarten darf.
"Die OGC-Fans zählen zu den besten in ganz Frankreich", weiß der siebenfache ÖFB-Teamspieler (zuletzt am 25. Mai 2004 beim 0:0 gegen Russland), der sich gute Chancen auf einen Platz im 3-4-3-System von Rohr - 1995/1996 UEFA-Cup-Finalist mit Girondins Bordeaux - gibt. Allerdings hat Linz rund eine Woche vor Saisonstart zusätzlich Konkurrenz in der Offensive bekommen, Nizza holte nämlich den nigerianischen Sturmtank Victor Agali (zuvor u.a. Schalke 04) an Bord.
Schlagerspiel gegen Meister Lyon
Das "Stade du Ray" von Nizza bietet 18.500 Fans Platz und ist zumeist gut gefüllt, in der Saison 2003/04 hatte der Klub einen Zuschauerschnitt von rund 12.000. Die Anhänger des Elftplatzierten der vergangenen Saison bekommen gleich zum Saisonauftakt einiges geboten, nach dem Heimspiel gegen Titelverteidiger Lyon folgt das Auswärtsspiel in Bordeaux (14. August), danach geht es mit zwei weiteren Schlager-Heimspielen gegen Olympique Marseille (21. August) und SC Bastia (27. August) munter weiter.
Angestrebt wird in Nizza (provisorisches Budget für die Saison 04/05: 19 Mio. Euro) wie im Vorjahr Mittelfeldplatz in der Tabelle. "Die französische Liga ist eine der stärksten in ganz Europa. Aber unsere Mannschaft ist balltechnisch hervorragend, der Mittelfeldplatz sollte möglich sein", meinte Linz. In der Vorbereitung hatte Linz wenig Zeit, um sein Französisch aufzupolieren, das soll sich aber bald ändern. "Die Sprache ist nicht so einfach, aber mit Beginn der Meisterschaft werde ich mir einen Privatlehrer nehmen."
Infos über die Ereignisse in der Heimat bezieht der Steirer, der der erste österreichische Frankreich-Legionär seit Mario Haas (Mai 1999 bis Jänner 2001 Racing Straßburg) ist, vor allem über seinen früheren Admira-Teamkollegen Markus Katzer (jetzt Rapid Wien). Linz ist nicht der erste Österreicher im Nizza-Trikot, zuvor hatten bereits Ex-Rapid-Präsident Günter Kaltenbrunner sowie Ex-Teamspieler Goran Kartalija an der Cote d'Azur ihr Glück probiert. (apa/red)
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