Dienstag, 3. August 2004

Masters-Turnier in Cincinnati: Melzer zu Beginn an Jeff Morrison gescheitert

  • Österreicher unterliegt US-Amerikaner 6:7,2:6
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Nach seiner tollen Vorstellung in Toronto hat Jürgen Melzer die Olympia-Generalprobe verpatzt. Der Österreicher verlor am Dienstag beim Masters-Serie-Turnier in Cincinnati (2,4 Mio. Dollar) gleich sein Erstrundenspiel gegen den US-Aufschlagkanonier Jeff Morrison mit 6:7 (3),2:6 und wurde dabei zum Teil extrem benachteiligt.

Der Unterschied zu Toronto, wo Melzer mit Siegen u. a. über Andre Agassi noch das Viertelfinale erreicht hatte, waren die deutlich schnelleren Plätze, und die gaben im Zusammenspiel mit dem gewaltigen Aufschlag des US-Gegners (13:1 Asse) auch den Ausschlag gegen Melzer. Der Niederösterreicher befand sich beim Service seines in der Weltrangliste (91) deutlich hinter ihm (45) liegenden Gegners ständig unter Druck. Morrison schaffte im ersten Satz eine 100- Prozent-Quote beim ersten Aufschlag (22 von 22), Melzer hingegen machte beim Service seines Gegners nur fünf Punkte.

Trotzdem hielt der Deutsch-Wagramer die Partie bis zum Tiebreak offen, dort machte der per Wild Card im Hauptbewerb stehende Morrison - nicht zuletzt der tatkräftigen Mithilfe der Linienrichter - aber alles klar. Sehr zum Ärger des Österreichers, der seine Wut nicht nur einmal am Schläger ausließ. Im zweiten Satz bedeutete ein frühes Break die Vorentscheidung, als Melzer bei 1:3 trotz vier Breakbällen kein Break geschafft hatte, war die Partie endgültig gelaufen.

"Solch schnelle Plätze kommen einem Mann wie Morrison natürlich extrem entgegen. Wenn einer so serviert wie er, kannst meist nur raten und ich hab mich öfter 'verraten'", akzeptierte Melzer die Niederlage letztlich sportlich.

Nächstes Ziel sind aber die Olympischen Spiele. Noch am Dienstag versuchte Melzer einen Rückflug nach Österreich zu bekommen, um sich dort auf Hartplatz auf Athen einzuspielen. (apa)

3.8.2004 20:52