Montag, 2. August 2004

Die absolute Nummer Eins: "Überflieger" Federer strotzt vor Selbstvertrauen

  • Davenport gelang wieder das "kalifornische Triple"
  • PLUS: Die aktuellen Weltranglisten!

Der 23-jährige Roger Federer ist weiterhin das Maß aller Dinge in der Tennis-Welt. Der Schweizer sicherte sich mit einem 7:5,6:3-Finalerfolg über seinen härtesten Widersacher Andy Roddick (USA) in Toronto den achten Turniersieg in dieser Saison. Mit fast 1.000 Punkten Vorsprung in der Weltrangliste scheint dem Überflieger die Spitzenposition bis Jahresende nicht mehr zu nehmen zu sein. "Mein Selbstvertrauen ist extrem groß", gab der Schweizer sein Erfolgsgeheimnis preis.

Federers drittes großes Saisonziel nach der Titelverteidigung in Wimbledon und der Krone als Nummer eins der Welt sind nun die Olympischen Spiele in Athen. "Mein primäres Ziel ist eine Medaille, nachdem ich diese in Sydney knapp verpasst habe", so der Schweizer, der diese Woche in Cincinnati (Jürgen Melzer startet dort gegen Jeff Morrison) bei einem weiteren Masters-Series-Turnier antritt. "Siege sind die beste Olympia-Vorbereitung, die es geben kann. Cincinnati ist ein zu wichtiges Turnier um es einfach absagen zu können", entkräftete Federer auch das Argument der Überbelastung.

Federer will in Cincinnati seine 23 Spiele andauernde Siegesserie prolongieren. Seit Pete Sampras im Jahre 1999 war kein Tennis-Profi so lange auf der ATP-Tour ungeschlagen geblieben. Spitzenreiter in der Rangliste ist nach wie vor der Österreicher Thomas Muster, der 1995 35 Einzel-Siege in Serie und gleichzeitig seither unübertroffene zwölf Turniersiege in einer Saison gefeiert hatte.

Davenport auf der Überholspur
Auf der Damen-Tour wiederholte die US-Amerikanerin Lindsay Davenport ein Kunststück, dass sie schon 1998 vollbracht hatte. Die 28-Jährige gewann binnen drei Wochen alle drei großen WTA-Turniere in ihrem Heimatstaat Kalifornien. Nach Triumphen in Stanford und Los Angeles ließ Davenport im Finale von San Diego am Sonntag der russischen Paris-Siegern und Schett-Bezwingerin Anastasia Myskina keine Chance. Die Lokalmatadorin setzte sich in nur 47 fehlerlosen Minuten klar mit 6:1,6:1 durch.

Diese Woche fehlt Davenport beim Turnier in Montreal. Ebenso wie die an sich topgesetzte Serena Williams, die wegen einer Entzündung im linken Knie ihre Teilnahme abgesagt hat. Die Amerikanerin hatte schon am vergangenen Freitag auf Grund ihrer permanenten Knie-Probleme im Viertelfinale von San Diego w.o. gegeben. Williams will ihre Olympia-Teilnahme und den Start bei den in vier Wochen beginnenden US Open nicht gefährden. (apa/red)

2.8.2004 12:16