Bombenanschlag in Pakistan: Mindestens sieben Tote, darunter auch ein Kind
- Zwei Explosionen nahe einer Religionsschule
- Bomben an Motorrad und Fahrrad befestigt
Bei einem Bombenanschlag in der pakistanischen Hafenstadt Karachi sind am Sonntag mindestens sieben Menschen getötet worden, unter ihnen auch ein Kind. 40 weitere Menschen seien bei zwei kurz aufeinander folgenden Explosionen nahe der Cafeteria einer bekannten Religionsschule verletzt worden, teilten Polizei und Krankenhäuser mit. Der Zustand von fünf Opfern, darunter mehrere Kinder, sei kritisch.
Die Bomben seien an einem Fahrrad und einem Motorrad befestigt gewesen, die neben der Cafeteria abgestellt wurden, berichteten Augenzeugen. Ein Polizeioffizier sprach von einem Terroranschlag, äußerte aber keinen Verdacht gegen irgend jemanden. Nach dem Anschlag bewarfen aufgebrachte Religionsschüler Polizeifahrzeuge und eine benachbarte Wache mit Steinen.
Erst am Samstag waren zwei Menschen in Karachi ums Leben gekommen, als in einem reicheren Viertel eine Zeitzünderbombe unter einem parkenden Auto explodierte. Die 14-Millionen-Einwohner-Metropole wird seit Jahren von religiösen Spannungen zwischen den mehrheitlichen Sunniten und der schiitischen Minderheit erschüttert. Auch die Terrororganisation El Kaida verübte mehrfach Anschläge in Karachi.
Die pakistanischen Behörden halten nach eigenen Angaben den Leiter eines früheren Al-Kaida-Trainingslagers in Afghanistan fest. Der Pakistani Qari Saifullah Akhtar sei in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommen und in sein Heimatland ausgeliefert worden, teilte das pakistanische Informationsministerium am Sonntag mit. Akhtar habe ein Ausbildungslager für islamische Extremisten geleitet und soll an den beiden versuchten Attentaten auf Präsident Pervez Musharraf im Dezember vergangenen Jahres beteiligt gewesen sein. Außerdem soll er in enger Verbindung zu El-Kaida-Chef Osama bin Laden gestanden haben. (apa)
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