Hoffnung für Darfur: Friedensgespräche sollen am 23. August beginnen!
- Rebellengruppen sichern zu, ihre höchsten Vertreter zu den Gesprächen nach Abuja zu entsenden
Die sudanesische Regierung und die in der Krisenregion Darfur kämpfenden Rebellengruppen haben sich zu Friedensgesprächen bereit erklärt. Die Verhandlungen unter Vermittlung der Afrikanischen Union (AU) sollen am 23. August in der nigerianischen Hauptstadt Abuja beginnen, wie AU-Sprecher Adam Thiam am Samstag am Sitz der Organisation in Addis Abeba mitteilte.
Die beiden Rebellengruppen, die "Sudanesische Befreiungsbewegung" (SLM) und die "Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit" (MJE), hätten dem derzeitigen Vorsitzenden der AU, dem nigerianischen Präsidenten Olusegun Obasanjo, zugesichert, ihre höchsten Vertreter zu den Gesprächen zu schicken. Auch die Regierung wolle eine ranghohe Delegation entsenden. Ein früherer Versuch der AU, die Bürgerkriegsgegner an den Verhandlungstisch zu bringen, war Mitte Juli gescheitert.
In Darfur herrscht seit eineinhalb Jahren Bürgerkrieg. Schwarzafrikanische Rebellen kämpfen dort gegen regierungstreue arabische Milizen. Den Reitermilizen wird vorgeworfen, ganze Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und die nicht-arabische Bevölkerung aus der Gegend vertrieben zu haben. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden bisher bis zu 50.000 Menschen getötet. Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht. (apa)
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