Samstag, 7. August 2004

Türkische Firma gibt Forderung der Geiselnehmern nach: Rückzug aus dem Irak

  • Türkische Geisel wird im Irak mit dem Tod bedroht
  • "Einziger Wunsch ist, dass unser Fahrer freikommt"

Der Arbeitgeber der im Irak mit dem Tod bedrohten türkischen Geisel hat angekündigt, sich der Forderung der Entführer zu beugen. Ab sofort werde die Firma alle Einsätze im Irak ruhen lassen, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag unter Berufung auf eine Erklärung des Unternehmens Atahan Lojistik.

"Unser einziger Wunsch ist es, dass unser Fahrer Tahsin Top freigelassen wird und wohlbehalten in seine Heimat zurückkehren kann", hieß es in der Erklärung weiter. In einem Video, das der türkische Nachrichtensender NTV am Samstag ausstrahlte, drohten die Geiselnehmer den Türken zu ermorden, sollte sich dessen Arbeitgeber nicht binnen 48 Stunden aus dem Irak zurückziehen.

Im Irak ist indessen am Samstag Augenzeugen zufolge erneut ein Lastwagenfahrer entführt worden. Es handle sich um den Fahrer eines Lastwagens mit kuwaitischem Kennzeichen, sagte der Bauer Alaa Kamal Edin, der die Entführung in der Nähe der Stadt Samarra im Norden von Bagdad beobachtete.

Bewaffnete hätten das Feuer auf das Fahrzeug eröffnet, das in einem US-Konvoi gefahren sei. Anschließend hätten die Angreifer den Laster in Brand gesteckt und den Fahrer mitgenommen, sagte ein anderer Zeuge. (apa)

7.8.2004 19:04