Dienstag, 3. August 2004

Jüngste US-Terrorwarnung: Informationen sind bereits seit vier Jahren bekannt!

  • Wahltaktische Gründe für jetzigen Zeitpunkt?
  • Freiheitsstatue trotz Warnungen wiedereröffnet

Die jüngste Terrorwarnung der US-Regierung vor Terroranschlägen auf US-Finanzzentren basiere auf vier Jahre alten Informationen und habe nichts mit der Festnahme eines El Kaida-Computerexperten zu tun. Nichts deute darauf hin, dass im Augenblick ein Anschlag geplant sei. Trotz der Terrorwarnung wurde die seit den Anschlägen von 11. September 2001 geschlossene Freiheitsstatue wieder eröffnet.

Die Geheimdienstmitarbeiter schränkten ein, dass das Terrornetzwerk El Kaida oft erst Jahre, nachdem es Objekte ausgespäht habe, zuschlage. Dies berichten amerikanische Medien unter Berufung auf Geheimdienstkreise.

Die US-Regierung hatte am Sonntag neue Terrorwarnungen gegeben und danach die Sicherheitsvorkehrungen für die Gebäude der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF).in Washington sowie die Börse und mehrere Bankgebäude in New York und Newark (New Jersey) erheblich verstärkt. Kritiker hatten der Regierung vorgeworfen, die Warnung aus wahltaktischen Gründen gegeben zu haben.

New Yorker Freiheitsstatue trotz Terrorwarnungen wieder offen
Trotz der jüngsten Terrorwarnungen ist die Freiheitsstatue in New York künftig wieder für Besucher zugänglich. Bürgermeister Michael Bloomberg und US-Innenministerin Gale Norton haben das Wahrzeichen der Metropole am Dienstag feierlich wiedereröffnet. "Das zeigt der Welt, dass die Freiheit nicht eingeschüchtert werden kann", sagte Craig Manson, Unterstaatssekretär im Innenministerium. Die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in New York, Washington und Newark bleiben bis auf weiteres in Kraft.

Seit Anschlägen vom 11. September 2001 geschlossen
Die Freiheitsstatue war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geschlossen worden. Der Wiedereröffnung gingen umfangreiche Renovierungsarbeiten voraus. Die Statue wird aus Sicherheitsgründen aber weiterhin nur begrenzt zugänglich sein. Die Aussichtsplattform in der Krone bleibt geschlossen, geöffnet wird lediglich der Sockel sowie das so genannte Observation Deck. Die Insel, auf der die Freiheitsstatue steht, ist bereits seit Dezember 2001 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Metalldetektoren wurden installiert, um Besucher zu überprüfen, die an Bord der Fähre von Manhattan nach Liberty Island gehen.
(apa/red)

3.8.2004 13:28