Jagd nach Moktada Sadr: US-Truppen umstellten Haus des Schiitenführers
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US-Truppen und irakische Sicherheitskräfte haben sich am Montag ein Gefecht mit Anhängern des radikalen irakischen Schiitenführers Moktada Sadr in der heiligen Stadt Najaf geliefert. Dabei wurden nach Krankenhausangaben eine Frau getötet und drei Menschen verletzt.
Zuvor hatten US-Panzer gemeinsam mit irakischen Kräften das Viertel Sahra im Osten der heiligen Schiitenstadt abgesperrt, wo Sadr wohnt. Sein Haus war etwa eine Stunde lang umstellt. Rund um Sadrs Haus waren Mitglieder seiner Miliz zu sehen. Am Samstag hatten Mitglieder der multinationalen Truppen und der irakischen Nationalgarde Sadrs Repräsentanten in der heiligen Schiitenstadt Kerbela festgenommen.
Sadr befehligte Anfang April einen Aufstand gegen die US-geführten Truppen im Irak. Nach zwei Monaten schwerer Kämpfe mit mehreren hundert Toten unter seinen Anhängern willigte er in einen Waffenstillstand ein, der weitgehend hielt. Über das Schicksal seiner "Mehdi-Armee" und den gegen ihn vorliegenden Haftbefehl erzielten der Schiitenführer und die US-Armee bislang keine Einigung. US-Militärs machen Sadr unter anderem für die Ermordung eines rivalisierenden Geistlichen im Frühjahr vergangenen Jahres verantwortlich.
In letzter Zeit hatten der irakische Ministerpräsident Iyad Allawi und Präsident Ghazi al Yawar versöhnliche Gesten gegenüber Sadr gemacht. So hob Allawi das Verbot einer Zeitung Sadrs auf, das der damalige US-Zivilverwalter Paul Bremer verhängt hatte. (apa)
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