Nächster Missbrauchsfall: Pfarrer soll sich Kindern unsittlich genähert haben
- Kein Verdacht auf "massiven Missbrauch"
- Seelsorger von seinen Aufgaben bereits entbunden
·Kirche bleibt weiter "moralische Instanz"
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Der Pfarrer von Hofstetten-Grünau und Weinburg in Niederösterreich soll sich Mädchen aus seiner Gemeinde unsittlich genähert haben. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ermittelt nun gegen den Kirchenmann auf Grund einer anonymen Anzeige.
"Es besteht aber kein Haftgrund, es gibt auch keinerlei Verdacht auf massiven Missbrauch", erklärte Staatsanwalt Gerhard Sedlacek der APA. Die möglicherweise betroffenen Kinder werden Ende September einvernommen.
Von seiner Tätigkeit wurde der unter Verdacht stehende Seelsorger bereits entbunden: "Der Abt hat ihn als Pfarrer abberufen - was aber keine Schuldzuweisung ist. Es sollte lediglich dafür gesorgt werden, dass nicht zu viel Unruhe aufkommt und die Seelsorge in der Gemeinde aufrechterhalten bleibt", so Pater Koloman Hirsch, Pressesprecher im Stift Göttweig.
In der Ferienzeit werde ein anderer Pfarrer die beiden Gemeinden mitbetreuen. Über eine Nachfolge wurde noch nicht entschieden. Dem Stift Göttweig unterstehen insgesamt 40 Pfarren: "Wir haben leider kein Reservoir an Personal. Wir streben dennoch eine rasche Lösung an", so Hirsch.
(apa)
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