Umfrage nach Causa Krenn: Österreicher sehen in Kirche weiter "moralische Instanz"
- Krenns Ende: 81 Prozent sehen keine berufliche Zukunft für den umstrittenen St. Pöltner Bischof
·Format: Milliarden- Unternehmen Kirche
PLUS: Was die Affäre rund um Kurt Krenn kostet!
·War der Rücktritt Krenns notwendig?
Umfrage: Sind Sie mit dem Schritt einverstanden?
·Nach Sex-Affäre: Krenn in Geldnöten
FORMAT: Diözese St. Pölten fehlen 1 Mio. Euro
·St. Pölten: Küng will
hart durchgreifen!
Visitator möchte Einsicht in die Polizeiakten nehmen
·NEWS: Kurt Krenns Überlebenskampf!
Bischof: Es gibt erst Ruhe 'wenn der Krenn stirbt'
·'Die Seminarleitung trieb ihn in den Tod'
NEWS: Ex-Geliebte des Priesteranwärters klagt an
·Die BILDER zur Kirchen-Sex-Affäre
Anonym verschickte Fotos lösten Skandal aus
Die Kirche ist trotz der Causa Krenn für 92,3 Prozent der Österreicher "eine ganz wichtige moralische Instanz in Österreich". Das geht aus einer Oekonsult-Umfrage hervor. 81,3 Prozent der Befragten glauben jedenfalls an ein Ende der kirchlichen Laufbahn des St. Pöltner Bischofs Kurt Krenn.
Ein deutliches Lob gibt es für den Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn. 82 Prozent glauben, dass Schönborn mit seinen Worten beim Klestil-Begräbnis und mit seinen Statements zur Affäre rund um das Herunterladen von Kinderpornos vom Internet und homoerotischen Fotos im St. Pöltner Priesterseminar einen "wesentlichen positiven Beitrag zur Imageverbesserung der Katholischen Kirche" geleistet habe. Und nur 24,9 Prozent meinen, dass die Kirchenführung alles unternehmen werde, um die Affäre im Priesterseminar St. Pölten zu vertuschen und zu verzögern.
Obwohl der Aufklärungsversuch in St. Pölten gelobt wird, gibt es doch Skepsis über den als päpstlichen Visitator eingesetzten Vorarlberger Diözesanbischof Klaus Küng. Nur 48,2 Prozent glaubt, dass Küng der geeignete Mann ist, um die aktuelle Affäre zu bewältigen.
Eine deutliche Mehrheit von 83,2 Prozent sieht die Art und Weise, wie die Amtskirche mit der jüngsten Krise umgeht, als "letzte Chance", das Vertrauen des Kirchenvolks nicht endgültig zu verlieren. Allerdings hegen nur 50,3 Prozent die Hoffnung, dass die Kirche eine neue Ära von Offenheit, Transparenz und moralischer Kompetenz eingeleitet habe.
(apa)
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