Bittner im "profil": "Gesundheitsreform löst kein Problem"
- WGKK drohen Zahlungsschwierigkeiten. Obmann pocht auf Gutachten: Im Ernstfall haftet Bund
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert der Obmann der Wiener GKK, Franz Bittner, die Reformpläne der Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat: Diese würden nur zu einer "Aufblähung bestehender Strukturen" führen und "kein einziges Problem lösen". Wenn nicht "rasch Geld ins System fließt, kommt die Wiener Gebietskrankenkasse nächstes Jahr in Zahlungsschwierigkeiten", sagt Bittner.
Ihm liege, so Bittner im "profil"-Interview weiter, ein Gutachten vor, aus dem hervorgehe, "dass in diesem Fall der Bund haftet". Allerdings dürfe die WGKK dann keine Mehrleistungen mehr bieten. Deshalb streiche die WGKK als letzte GKK Österreichs nun ihre Mehrleistungen, obwohl diese Maßnahme sozial Schwache besonders hart treffe. Außerdem bringe die Einsparung nur sieben Millionen Euro. "Ich überlasse es den Mathematikern zu berurteilen, ob ich bei einem prognostizierten Minus von 190 Millionen Euro für 2004 damit etwas reiße."
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
