"Politische Bewegung": Pläne für Partei- gründung in der Steiermark dementiert!
- Dörflinger, Hirschmann & Schmid haben keine Ambitionen
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Die Überlegungen der beiden in die Wirtschaft gewechselten ehemaligen steirischen Landesräte Gerhard Hirschmann und Günter Dörflinger, eine eigene Partei zu gründen, sind offenbar doch nicht sehr konkret: In den Medien kolportierte Pläne wurden jedenfalls sowohl von Dörflinger und Hirschmann dementiert. Auch der ebenfalls genannte Ex-FP-Infrastrukturminister und -Landesrat Michael Schmid wies ihm diesbezüglich zugeschriebene Ambitionen zurück.
"Ich bin seit mehr als 30 Jahren aus Überzeugung Sozialdemokrat und werde das auch in Zukunft bleiben", erklärte Dörflinger am Samstag gegenüber der APA. Er sei vor eineinhalb Jahren in die Wirtschaft gewechselt (in den Vorstand der EStAG-Tochter Gas-Wärme, Anm.), fühle sich dort wohl und wolle auch weiter in der Wirtschaft tätig sein: "Ich werde weder für eine Parteigründung, noch für sonstige politische Funktionen zur Verfügung stehen."
Auch Hirschmann, der laut "Standard" vom Samstag erstmals Überlegungen zu einer Parteigründung bestätigt habe, relativierte in einem ORF Steiermark-Interview: "Ich persönlich bin unter keinen Umständen gewillt, eine Partei zu gründen". Er sei aber sehr wohl daran interessiert, dass es in der steirischen Politik "eine weitere dynamische Entwicklung" gebe. Dies sei aber in keiner Weise so weit gediehen, dass ein konkreter Schritt bevorstehe: "Eine Parteigründung, wie wir sie kennen, kommt für mich nicht in Frage".
Hirschmann, der im Zuge der EStAG-Affäre aus dem Vorstand des steirischen Energieversorgers entlassen worden war, denkt nach eigenen Worten eher an eine Art politische Bewegung: "Es gibt so viele Möglichkeiten. Wenn man sich historisch zurück erinnert, es hat ja lange Jahre die Umweltbewegung gegeben, bevor sie sich dann innerhalb einer grünen Partei auch politisch bei Wahlen betätigt hat." Das sei in etwa ein Muster, das er sich vorstellen könne.
Potenzial gebe es seiner Ansicht nach genug. Er ist überzeugt, dass - einschließlich der "frustrierten Nichtwähler" - ein Pool von 30 bis 40 Prozent der Wahlberechtigten offen für neue politische Bewegungen wären: "Die Sehnsucht nach was anderem ist grenzenlos, auch auf Bundesebene. Es ist ja alles festgefahren." Im Hinblick auf die Landtagswahl im Herbst 2005 ist für ihn unbestritten, dass Waltraud Klasnic an der Spitze der Volkspartei "exzellent" abschneiden werde: "Und da wird der kleine Gerhard Hirschmann mit Sicherheit niemandem weh tun".
Michael Schmid meinte gegenüber dem ORF Steiermark, er sei Freiheitlicher und würde keiner anderen politischen Partei beitreten: "Man hat schon mehrfach darüber gesprochen, dass Experten doch politische Verantwortung übernehmen sollen, ich meine nicht parteipolitische, sondern gesellschaftspolitische. Und wenn das meine Freunde machen wollen, dann haben sie meine Unterstützung." (apa)
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