Rauch-Kallats Gesundheitspläne begrüßt: Patientenanwälte für höhere Beiträge
- Aber nur im Rahmen einer umfassenden Reform
·Burgstaller für Beitragserhöhung!
"Ohne neue Gelder droht Verschlechterung"
·Rauch-Kallat wehrt sich gegen Kritik
Plan für Gesundheits- reform nur "Entwurf"
·Hauptverband-Kritik
an Rauch-Kallat
"Aushebelung" der Selbst- verwaltung befürchtet
·Diskussion um Sozialversicherung
FP-Walch gegen Beitragserhöhungen
Die Patientenanwälte können sich höhere Krankenkassenbeiträge vorstellen, aber nur als Teil einer umfassenden Gesundheitsreform. Die diesbezüglichen Pläne von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat begrüßen die Patientenanwälte grundsätzlich.
"Auch Strukturreformen sind wichtig. Nur Beitragserhöhungen sind nicht die Lösung", sagte die Steirische Patienten-Ombudsfrau Renate Skledar am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal. Auch der Wiener Patientenanwalt Walter Dohr meinte: "Wenn man weiß, wofür man das Geld besser ausgibt als bisher, dann macht es Sinn, eine kleine Erhöhung anzudenken".
Sein Niederösterreichischer Kollege Gerald Bachinger meinte, mit einer Beitragserhöhung könnten kurzfristige Engpässe abgedeckt werden. Der Vorarlberger Patientenanwalt Christian Wolf plädiert für eine soziale Staffelung. Ärztekammer-Präsident Brettenthaler hatte zuletzt im Hinblick auf die verbesserten Leistungen der Medizin eine Erhöhung der Kassenbeiträge gefordert.
Grundsätzlich halten die Patientenanwälte die Vorschläge Rauch- Kallats für einen guten Ansatz für eine notwendige Reform. Vor allem eine klare gesteuerte und einheitliche Finanzierung aller Bereiche, wie Spitäler, Ambulanzen und Ärzten wird begrüßt. Dohr vermisst jedoch klare Prioritäten, wer entscheidet, wofür wieviel Geld ausgegeben wird. Skledar richtete einen Appell an alle Kritiker der Reformpläne, Eigeninteressen hintanzustellen.(apa)
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