Neid, Missgunst und Ängste: Kärntner leiden unter Minderwertigkeitskomplexen
- Fast die Hälfte traut sich weniger zu als anderen
- Vier Fünftel sehen einen "Totstellreflex"
Fast die Hälfte der Kärntner traut sich selbst weniger zu als anderen, nur 22 Prozent glauben, das Selbstwertgefühl der Bevölkerung sei "ausgeprägt". Dafür bescheinigen 82 Prozent laut einer Umfrage des Humaninstitutes ihren Mitmenschen Neid und 76 Prozent Missgunst.
Das Humaninstitut hat zwischen 26. Juli und 2. August 550 Personen telefonisch befragt. 45 Prozent meinten, das Selbstwertgefühl ihrer Landsleute sei nicht stark ausgeprägt, gleich ein Drittel hatte dazu allerdings gar keine Meinung. Auf die Frage, ob in Kärnten mehr Energie für das Gegeneinander als für das Miteinander investiert werde, beantworteten 53 Prozent mit Ja, lediglich 18 Prozent sind der Ansicht, dass das Miteinander stärker betont wird.
Neben Neid und Missgunst befinden sich in der Rangliste der negativen Eigenschaften, die sich die Kärntner selbst bescheinigen noch Argwohn mit 72 Prozent und der Begriff "Ängste" mit 68 Prozent. Experten und Meinungsträger wurden zusätzlich noch gefragt, welche Auswirkungen der Minderwertigkeitskomplex auf das soziale und politische Leben hat.
Mehr als vier Fünftel konstatierten einen "Totstellreflex", der jede Handlungsfähigkeit lähmt, drei Viertel sind der Ansicht, dass den Kärntner zu oft der Mut verlässt, wenn es an die konkrete Umsetzung geht.
(apa)
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