Jugend ignoriert Schutzbestimmungen: Viele trinken und rauchen trotz Verboten
- Fast alle kennen aber die entsprechenden Gesetze
- 83% trinken harte Getränke, 81% gehen zu lange aus
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Die österreichische Jugend weiß sehr gut über die Jugendschutzbestimmungen Bescheid, aber sie hält sich zum Großteil nicht daran. Das wurde nun in einer Umfrage der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) in Salzburg bestätigt.
So trinken 83 Prozent vor dem 18. Geburtstag harte Getränke, 81 Prozent gehen länger aus als erlaubt. Mehr als die Hälfte der unter 16-Jährigen raucht, was von einem Drittel der Eltern sogar akzeptiert wird, informierte die GPA-Jugend am Mittwoch in einer Aussendung.
Insgesamt wurden 632 Jugendliche über die Jugendschutzbestimmungen befragt. Über die gesetzlichen Ausgehzeiten wussten 85 Prozent von ihnen Bescheid, bei der Altersgrenze für Spirituosenkonsum waren es 84 Prozent, beim Rauchen sogar 95 Prozent. Auffallend war auch, dass von den Eltern nur jeder Vierte die Ausgehzeiten kennt.
"Die Chance, dass man während einer Samstagnacht um Mitternacht auf 15-Jährige trifft, die sich vor ihrem Wodka-Bull eine Zigarette anzünden, ist sehr wahrscheinlich. Aus diesen Gründen verlangt die Gewerkschaft der Privatangestellten, dass die geltenden Jugendschutzbestimmungen auf ihre Einhaltung hin stärker kontrolliert werden", erklärte GPA-Jugendsekretär Gerald Forcher. "Zudem erheben wir die Forderung, dass das Jugendschutzgesetz österreichweit einheitlich geregelt, verstärkte Aufklärungsarbeit an den Schulen geleistet sowie eine generelle Ausweispflicht in Lokalen eingeführt wird", so Forcher.
(apa)
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