"Mega-affen-titten-geil": Gesundheitspass für Jugendliche kommt im Herbst
- Laut Rauch-Kallat Einführung mit neuem Schuljahr
- Nächstes Jahr Verteilung an weitere Altersgruppen
·Ablehnung gegen Beitragserhöhungen
Nur Ärztekammer dafür, alle Parteien dagegen
·Gesundheits- agenturen ab 2006?
Trotz Kritik: Rauch-Kallat hält an Reform fest
·Rauch-Kallat wehrt sich gegen Kritik
Plan für Gesundheits- reform nur "Entwurf"
Der von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat zu Beginn des Jahres als "mega-affen-titten-geil" angekündigter Gesundheitspass für Jugendliche kommt. Das orange Dokument wird laut Ministerin mit Beginn des neuen Schuljahres im Herbst verteilt. Darin festgehalten sind Blutgruppe, Allergien, bestehende und frühere Krankheiten oder Familienkrankheiten.
Zusätzlich trägt der Schularzt die Ergebnisse seiner Untersuchungen ein. Diese Untersuchungen werden durch den Pass vereinheitlicht. Wenn ein Schularzt weitere Behandlungen für notwendig hält, etwa bei einem Facharzt oder einem Psychotherapeuten, wird dies ebenfalls festgehalten. Der Pass soll also quasi ein permanenter Begleiter der Jugendlichen werden, in dem alles aufscheint, was von Belang ist.
Ziel: Gesunder Lebensstil der Jugendlichen
Der Pass solle die Jugendlichen zu einem gesunden Lebensstil anregen und die Möglichkeit für Lehrer bieten, mit den Schülern über Gesundheit zu sprechen, sagt Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP). Dass das Papier nach kurzer Zeit in den jugendlichen Schubladen verstauben könnte, könne sie nicht verhindern, so Rauch-Kallat. Er könnte aber Jugendliche darauf aufmerksam machen, dass viele Probleme durch professionelle Hilfe gemildert werden können, und dass man sich Rat holen kann. "Gerade in der Pubertät ist das manchmal gar nicht schlecht", so Rauch-Kallat.
Zusätzlich zu den medizinischen Daten finden sich in dem Pass diverse Telefonnummern, etwa der Telefonseelsorge, der Ernährungshotline oder der Aidshilfe.
Verteilung an Schüler der achten Schulstufe
Im Herbst wird der Gesundheitspass an alle 90.000 Schülerinnen und Schüler der achten Schulstufe verteilt. In der achten Schulstufe deshalb, weil in diesem Alter die Weichen für den späteren Lebensstil gestellt würden, so Rauch-Kallat. Dabei soll es aber nicht bleiben, auch für die restliche Bevölkerung sind Pässe geplant, konkret für Erwerbstätige unter und über 40 sowie für Senioren. Sie sollen ihre Pässe im nächsten Jahr erhalten.
(red)
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