Ferrero zu Geheimbesuch bei Chef: Neue EU-Kommissarin war schon bei Barroso
- Ex-Außenministerin spitzt auf das Entwicklungsressort
- Direkter Konkurrenzkampf mit Belgiens Louis Michel
·Ferrero will Ressort
für Entwicklungshilfe
Neue EU-Kommissarin legt sich mit Michel an!
·Ist Ferrero die Richtige für Brüssel?
Abstimmen: Kann sie gute Arbeit in der EU leisten?
·SPÖ fordert Hearing
mit Ferrero-Waldner
Cap: "Schüssel will keinen starken EU-Kommissar"
·Ferrero: 'Bestellung nicht erwartet!'
"Hatte aber nichts mit Präsidentenwahl zu tun"
·Nachfolger für Ferrero gesucht
Schüssel hält sich bedeckt,
drei Namen im Gespräch
·"Trostpflaster für Ferrero-Waldner"
Kritische Pressestimmen aus dem Ausland
·"Ferrero Wunsch- kandidatin Barrosos"
Schüssel: Aber noch keine Zusage über Ressort
·EU-Kommissare: Aufteilung ungewiss!
Barroso kontaktiert Kandidaten selbst
·ÜBERSICHT: Die neuen Kommissare!
EU-Kommission & Ressortverteilung ist fix!
Die designierte österreichische EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner (V) hat bereits Kontakt zum künftigen EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Durao Barroso aufgenommen. Wie aus dem Umfeld Barrosos am Montag in Brüssel verlautete, hat Ferrero-Waldner dem neuen Kommissionschef vergangene Woche heimlich in Lissabon einen Besuch abgestattet.
Details des Treffen sind nicht bekannt. Es dürfte dabei jedoch vor allem um die künftige Aufteilung der Zuständigkeiten in der nächsten EU-Kommission gegangen sein. Ferrero Waldner (V) betonte am Montag laut einem Bericht der Bericht "Financial Times" (FT), sie strebe das Ressort Entwicklung und humanitäre Hilfe in der neuen Kommission an. Für dieses Ressort hat sich allerdings auch schon der frühere belgische Außenminister Louis Michel stark gemacht.
Spekulationen zufolge könnte Ferrero-Waldner in der künftigen Kommission auch mit anderen Bereichen in den EU-Außenbeziehungen betraut werden. In Brüssel genannt werden unter anderem die Balkan-Region im Rahmen der Erweiterung, die Beziehungen der Union zu Nachbarstaaten oder zu den Vereinten Nationen, oder der Aufbau eines eigenen diplomatischen Dienstes der EU.
Barroso will bis 19. August entscheiden
Barroso will die Vergabe der Ressorts an die 24 EU-Kommissare laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" bereits am 19. August und damit vier Tage früher als bislang angegeben abschließen. Offiziell gelte weiter das Datum 23. August, inoffiziell wolle Barroso die Vergabe aber früher geregelt haben, zitierte die Zeitung EU-Kreise in Brüssel.
Barroso führt derzeit Gespräche mit den Kommissaren, die von den Hauptstädten designiert wurden. Sein Ziel ist es, die schwierige Aufteilung der Zuständigkeiten zu organisieren. Auch die Staats- und Regierungschefs schalten sich bei dieser Ämtervergabe sehr aktiv ein. Die österreichische EU-Kommissarin Ferrero-Waldner wünscht sich ein Ressort in ihrem bisherigen Tätigkeitsbereich (Außenpolitik, Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit).
(apa/red)
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