Umfrage zu Medikamenten: Nur elf Prozent nehmen bewusst Generika
- Jeder zweite Österreicher kennt den Begriff nicht
- Wenig Akzeptanz für billige Nachahmungsmedikamente
Nur elf Prozent der Österreicher nehmen bewusst Generika, nur 50 Prozent wissen, was Generika überhaupt sind. Das geht aus einer neuen Fessel-GfK-HealthCare-Studie hervor. Besteht die Möglichkeit, sich beim Arzt frei zu entscheiden, wählen nur zwei von zehn Personen ein Generikum, also ein wirkstoffgleiches, aber billigeres Nachahmungsmedikament.
Für die Studie wurden 1.000 für Österreich repräsentative Personen befragt. Lediglich zwei Drittel von ihnen, die den Begriff Generika schon einmal gehört haben, können damit korrekte Assoziationen verbinden. Zehn Prozent glauben, ein Generikum sei ein Mittel gegen Altersbeschwerden. Überdurchschnittlich gutes Wissen - sowohl Begriff als auch Bedeutung - haben 50- bis 65-jährige Personen, generell wissen Männer besser Bescheid als Frauen.
Jeder vierte Österreicher, der ein Medikament einnimmt, weiß nicht, ob es es sich um ein Originalpräparat oder ein Generikum handelt. Befragt nach Präferenzen, zeigt sich eindeutig die Bevorzugung von Originalpräparaten. 41 Prozent der Österreicher würden am Liebsten ein erprobtes Arzneimittel, das schon älter als 15 Jahre ist und vom Originalerfinder vertrieben wird, verwenden.
Das Wissen um Generika nimmt mit dem Bildungsstand zu und ist in Wien am deutlichsten erkennbar. In der Bundeshauptstadt haben 63 Prozent der Befragten den Begriff schon gehört, im Burgenland, in Niederösterreich, Kärnten und in der Steiermark sind es zwischen 47 und 51 Prozent, in den restlichen Bundesländern nur 37 bis 39 Prozent.
(apa)
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