Wiener Gebietskrankenkasse: Positiv ausgefallene Gebahrungsprüfung
- Ärztekammer-Präsident Dorner: "Schallende Ohrfeige" für Führungsriege im Hauptverband
·Hauptverband-Kritik
an Rauch-Kallat
"Aushebelung" der Selbst- verwaltung befürchtet
·Gesundheitsreform: Die ersten Details!
Rauch-Kallat will Einteilung
in 32 Versorgungsregionen
Der Wiener Ärztekammer-Präsident Walter Dorner wertet die positiv ausgefallene Gebahrungsprüfung der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) durch das Gesundheitsministerium als "Beweis dafür, wie dilettantisch und unprofessionell Gesundheitspolitik in Österreich betrieben wird". Das "peinliche Politspektakel" um den Kassenvertrag mit den Wiener Ärzten im vergangenen Frühjahr hätte man sich sparen können, so Dorner am Montag in einer Aussendung.
Damals habe der Verwaltungsrat im Hauptverband mit Hinweis auf die angebliche Unbotmäßigkeit des Kassenvertrags dessen Genehmigung wochenlang verweigert, "und nun stellen die Prüfer von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) unmissverständlich fest, dass nichts am Wiener Kassenvertrag auszusetzen ist", so Dorner.
"Für die von der Industriellenvereinigung dominierte Führungsriege im Hauptverband ist es eine schallende politische Ohrfeige, wenn nun das VP-geführte Gesundheitsministerium selbst feststellen muss, dass der Wiener Kassenvertrag lediglich geringfügige Honorarerhöhungen für die niedergelassene Ärzteschaft beinhaltet, somit also keineswegs von einem überteuerten Vertrag die Rede sein kann", meinte der Wiener Kammer-Chef. Das Thema habe wochenlang die österreichische Gesundheitspolitik beherrscht, "Zeit, die man besser für konstruktive Reformansätze hätte nützen können".
(apa)
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