Dramatische Entführung im Mühlviertel: Radfahrerin von Pkw-Lenker entführt
- Bewusstlose Frau gefesselt und sexuell attackiert
- Täter gefasst: 33-Jähriger gibt sich geständig
Die 36-jährige Radfahrerin aus dem Bezirk Rohrbach, die am Sonntag von einem 36-jährigen Autofahrer angefahren, entführt und sexuell attackiert wurde, hat nicht nur einen schweren Schock erlitten, sie ist auch schwer verletzt worden, wie die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich am Montag bestätigte. Von dem mutmaßlichen Täter wurde bekannt, dass er bereits 1987 eine Frau überfallen hatte.
Die 36-jährige Frau war Sonntag gegen 8.00 Uhr zu einer Radtour aufgebrochen. Doch bereits nach wenigen Minuten wurde sie von einem Fahrzeuglenker gerammt. Der mutmaßliche Täter, ein 33-jähriger Hilfsarbeiter aus dem Bezirk Wels-Land, erklärt, er habe die Radfahrerin aus Unachtsamkeit niedergestoßen und die Bewusstlose in sein Auto gelegt. Er fuhr mit ihr in einen nahe gelegenen Wald, wo er versuchte, die Frau zu vergewaltigen. Als die Frau zu Bewusstsein kam, fesselte er sie und legte sie in den Kofferraum seines Fahrzeuges. In der Folge fuhr er den ganzen Tag im Bezirk Rohrbach umher.
Die 36-Jährige wollte um 11.00 wieder zu Hause sein. Als sie nicht zurückkehrte und sich auch nicht am Handy meldete, alarmierten ihre Angehörigen die Gendarmerie. Diese führte eine Suchaktion durch, die zunächst ohne Erfolg blieb. Am Nachmittag fand ein Jogger das Fahrrad und daneben ihr Mobiltelefon sowie einen beschädigten roten Autospiegel. Die Sicherheitsbehörden vermuteten zunächst einen Unfall und leiteten eine Fahndung nach der Vermissten und dem Tatfahrzeug ein.
Der mutmaßliche Täter ließ sein Opfer erst Sonntagabend frei. Die 36-Jährige meldete sich via Telefon bei ihrem Lebensgefährten, der sofort die Sicherheitsbehörden informierte. Auf Grund der vom Opfer genannten Details wurde die Fahndung nach Fahrzeug mit einem Kennzeichen aus dem Wels-Land eingeleitet. Bereits eine halbe Stunde später wurde der gesuchte Wagen von einem Hubschrauber aus entdeckt, der Hilfsarbeiter wurde wenig später von Beamten des Bezirkes Rohrbach in seinem Auto festgenommen.
Die Frau hat nicht nur einen schweren Schock, sondern auch Blessuren am gesamten Körper davongetragen. Vor allem wurde aber die Halswirbelsäule verletzt. Außerdem bekam sie im Kofferraum keine Luft. Sie dürfte während der stundenlangen Fahrt immer wieder bewusstlos geworden sein. Dazwischen trat sie mit den Füßen gegen die Rückwand des Autos, um auch sich aufmerksam zu machen. Während der beinahe elfstündigen Gefangenschaft litt sie Todesangst - sie musste fürchten, dass sie der Täter zum Schweigen bringt.
(apa/red)
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