Bis zu 40 km Lkw-Staus nach dreitägigem Wochenend-Fahrverbot in Tirol
- Sperren, Blockabfertigung im Montagfrüh-Verkehr
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Nach dem ausgedehnten Lkw-Fahrverbot seit Freitag ist es am Montag früh in Tirol zu den erwarteten Behinderungen im Lkw-Verkehr gekommen. Die Gendarmerie musste die Zufahrten zur Inntalautobahn im Unterland für Schwerfahrzeuge zeitweise sperren. Auch der Pkw-Verkehr war vom großen Lkw-Aufkommen betroffen.
Die Polizei reagierte im Raum Innsbruck mit Blockabfertigungen in Richtung Süden. Von den Gendarmeriebeamten wurden die Zu- bzw. Abfahrten freigehalten, damit Pkw passieren konnten. In den späten Vormittagsstunden hatte das Verkehrsaufkommen dann "übliche" Ausmaße angenommen.
Verschärft worden war die Situation in der Früh im Raum Wattens durch einen Verkehrsunfall mit Sachschaden. In kurzer Zeit hatte sich ein Rückstau gebildet.
40 Kilometer Lkw-Stau
Bereits seit 10.00 Uhr wies die bis zu 40 Kilometer lange "Lkw- Kolonne" immer größere Lücken auf, berichtete ein Beamter. Auch der Pkw-Verkehr verlief "weitgehend normal". Probleme gebe es nur, wenn ein Fahrzeug eine Panne habe. Dann sei auf Grund des Verkehrsaufkommens sofort mit Behinderungen zu rechnen.
"Die Tiroler Bevölkerung hat ein Recht, dass sie die aus ihren Steuermitteln errichteten Autobahnen auch selbst benutzen kann", forderte der Tiroler SPÖ-Abg. Erwin Niederwieser. Wenn die Frächter von sich aus nicht in der Lage seien, die Fahrtzeiten so zu legen, dass sie möglichst wenig Stehzeiten auf der Autobahn haben, sei die Politik gefordert: An Tagen nach einer längeren Fahrverbotsphasen solle es eine nach dem Verkehrsaufkommen gestaffelte Bemautung geben. Der erste Tag wäre somit für die Frächter teurer als die folgenden, wer später fährt, spare Geld, meinte Niederwieser.
Der nächste Stau kommt bestimmt
Der ÖAMTC kündigt für nächstes Wochenende bereits die nächste Reisewelle aus Bayern und Baden-Württemberg an. In Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein enden die Sommer-, in den VW-Werken Wolfsburg die Werksferien.
Ein "heißes" Wochenende auf den Transitrouten in Österreich steht bevor. Die ersten Staus erwartet der ÖAMTC am Freitagnachmittag auf den Hauptverbindungen in und um Wien. Auf den anschließenden Autobahnen, vor allem auf der Süd Autobahn (A 2) zwischen der Wiener Stadtgrenze und Guntramsdorf, werden die Kolonnen zeitweise zum Stillstand gelangen.
Bereits in der Nacht auf Samstag und insbesondere am Samstag werden die Urlauberkolonnen nach und durch Österreichs rollen. Auf der Tauern Autobahn in Salzburg vor dem Tauern Tunnel/Nordportal sind Staus von weit über 15 Kilometern Länge und Verzögerungen von mehreren Stunden nicht auszuschließen. In der Gegenrichtung rechnet der ÖAMTC mit Blockabfertigung und Verzögerungen vor dem Katschberg Tunnel/Südportal bei Rennweg in Kärnten.
(apa/red)
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