Mittwoch, 21. Februar 2007

Die Rotweincuvées von Gernot und Heike Heinrich sind jedes Jahr unter den besten

  • Top-Lagen Gabarinza und Salzberg als Grundstein
  • Falstaff: Gesamt-Cuvée-Sieger und Pinot Noir-Sieger

Gernot Heinrichs Winzerkarriere begann 1989 mit einem Geschenk seiner Eltern, einer 0,12 Hektar großen Fläche der Top-Lage Gabarinza. Schon damals hat er das Potenzial der wirklich guten Lagen in und um Gols erkannt und sich von Anfang an darauf konzentriert, ausschließlich Weinflächen der besten Qualität zu erwerben.

Heute produziert er mit seiner Frau Heike Heinrich Wein aus 31 Hektar eigener Fläche und kauft nur von ausgewählten Weingärten zu.

Synthese aus Modernität und Tradition
Haus und Kelleranlage der Heinrichs, zwei architektonisch äußerst spannende Gebäude, liegen am Fuße der Top-Lage Salzberg. Sie stehen symbolisch für die Synthese aus Modernität und Tradition, die bei Heike und Gernot eine große Rolle spielt. „Unser Boden und unser Klima geben den Trauben so viel Frucht, Fülle und Eigenständigkeit“, sagt Gernot Heinrich, „wir müssen alles tun, um möglichst viel davon in die Flasche zu bringen.“

Ausbau erfolgt zur Gänze in Barriques
Die Trauben werden deshalb händisch bei der Lese und danach noch einmal im Weingut streng selektioniert. Lange Maischestandzeiten geben den Rotweinen Tiefe und Charakter. Der Ausbau erfolgt zur Gänze in Barriques, davon je nach Jahrgang 80-100 Prozent im neuen Holz. Die Weine sind immer intensiv und kräftig und zeichnen sich zugleich durch Feinheit und Harmonie aus.

Paradeweine Gabarinza und Salzberg
Die Aushängeschilder der Heinrichs definieren sich über die Top-Lagen Gabarinza und Salzberg. Während die Weine der Jahrgänge 1999 bis 2001 bereits mehrfach ausgezeichnet wurden, ruhen jetzt aller Augen auf den Gabarinza 2002 und den Salzberg 2001, die ab September in den Handel kommen. Der neue Gabarinza ist eine Cuvée aus 65 % Zweigelt, 20 % Blaufränkisch, 8 % Merlot und 7 % St. Laurent, der Salzberg 2001 besteht aus 90 % Merlot und 10 % Zweigelt. Erhältlich sind die edlen Tropfen im guten Fachhandel, wie zum Beispiel beim Wein & Co.

Flash-Interview mit Gernot Heinrich:

Welche der vielen Auszeichnungen die Sie für Ihre Weine schon bekommen haben, ist Ihnen am wichtigsten?

Grundsätzlich lege ich wenig Wert auf Auszeichnungen, aber sie sind schon eine Bestätigung für gute Arbeit. Erwähnenswert ist, dass wir im Vorjahr bei Falstaff Pinot-Noir-Sieger und Cuvée-Gesamtsieger waren.

Wie beurteilen Sie den 2003er?

Die Weine dieses Jahrgangs sind geprägt von reifen, weichen Tanninen mit viel Frucht und Eleganz. Verglichen mit dem 2000er ist er nicht ganz so wuchtig, da die Nächte kühler waren, dafür ist er feiner und hat mehr Rafinesse.

Und wie entwickeln sich die Trauben heuer?

Ich bin sehr optimistisch - was die Reife betrifft, wird es vermutlich ein "normales" Jahr, wir werden voraussichtlich Ende September ernten. Der Wein wird etwas säurebetonter, worüber wir uns aber sehr freuen, weil heiß und trocken ist es bei uns ohnehin fast immer.

Welche Trends sehen Sie am österreichischen Weinmarkt?

Es geht auf jedenfall weiter hin zu regionaler Typizität. Wir setzen dabei vor allem auf den St. Laurent, dem wir uns versärkt widmen.

Welche Ziele haben Sie für die nächsten Jahre?

Wir haben jetzt viele neue Reben in den Toplagen gepflanzt, wir freuen uns schon auf die Entwicklung und warten bis die Stöcke älter werden.


Gernot und Heike Heinrich im Internet:
www.heinrich.at

21.2.2007 16:26