Mittwoch, 21. Februar 2007

Die Brüder Zahel - unsere Winzer der Woche - sind Wiens Riesling-Könige 2004

  • Riesling Classic aus Mauer wurde Landesweinsieger
  • Herrlicher Gastgarten, feine Küche und Spitzen-Wein

Der Wiener Wein hat in den letzten Jahren einen neuen Stellenwert erobert. Und das verdankt er engagierten jungen Winzern wie Richard (li) und Alfred (re) Zahel aus Mauer, die wir hiermit vor den Vorhang bitten. Das Qualitätstreben der beiden Wiener wurde bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen belohnt - unter anderem wurden sie Wiener Winzer des Jahres 2000.

Die Zahels sind mit neun Hektar Weingärten im Süden Wiens zu Hause, haben aber erst im Vorjahr fünf Hektar auf dem Nussberg übernommen (das ist Wiens beste Weißweinriede im 19. Bezirk). Die Weine sind von sehr hohem Natur- und Regionalbezug geprägt – das Schmetterlingssymbol steht für naturnahen Weinbau.

Wiedergeburt des alten Wiener Weins
Auf dem Nussberg gibt es eine Wiedergeburt des typischen Wiener Weins: Die Weinbauern ernten aus einem über 40 Jahre alten Weingarten einen Gemischten Satz. Dieser besteht aus 9 verschieden Sorten, die gemeinsam gelesen und gekeltert werden. Aus der gemischten Auspflanzvariante der einzelnen Rebsorten leitet sich der Begriff „Gemischter Satz“ ab. Das ergibt diesen typischen Wiener Wein, der beinahe in Vergessenheit geraten ist.

Paradeweine Riesling Classic und Antares
Die Paradeweine sind der Riesling 2003 Classic aus Mauer im Süden von Wien, der erst vorige Woche zum Landesweinsieger gekürt wurde und der Antares 2001 Grand Reserve , laut "A la Carte" einer der besten Grand Crues Österreichs. Das sind aber nur zwei der zahlreichen Auszeichnungen, von denen man auf jeden Fall die zwei Silbermedaillen bei der International Wine Challenge in England hervorheben muss, für den St. Laurent '99 Reserve und den Sauvignon Blanc '01.

Traumjahrgang 2003
Nach dem 2003er gefragt sagte uns Alfred Zahel, dass die Ernte von einem langen und heißen Sommer geprägt war, der die Reife der Rotweintrauben besonders positiv beeinflusste. Gehaltvolle, fruchtige, tiefdunkle St. Laurent und Zweigelt liegen in den Fässern. Die Weissweine zeigen sich in Duft und Geschmack intensiv. Ein ungewöhnlich früher Erntebeginn (mitte August – 4 Wochen früher als üblich!) bewahrte vor zu hohen Restzuckerwerten und sicherte andererseits halbwegs gute Säurewerte. Die Weingärten im Süden Wiens grenzen an den Wienerwald und den Lainzer Tiergarten, die für reichlich Abkühlung während der Nacht und notwendiger Taubildung am Morgen verantworltich sind. Mit den Sonnenstunden 2003 ergab das ein wunderbares Weinjahr für Wien.

Schlechte Vorzeichen für den 2004er
Der Jahrgang 2004 gibt laut Alfred Zahel leider Anlass zur Sorge. Die Weinblüte fand sehr spät statt und war verregnet. Es werden sich pro Traube weniger Beeren entwickeln. Die Winzer hoffen jetzt auf viele warme Tage, einen klassischen Sommer und einen wunderschönen Altweibersommer, denn die Trauben müssen sich jetzt mit der Reife sehr beeilen. Es ist ernst aber noch nichts verloren!

Prost beim Heurigen
Wer sich von der Qualität des Wiener Weins á la Zahel persönlich überzeugen möchte, sollte den Weg in den Süden Wiens antreten und sich ein gutes Tropferl im gemütlichen Gastgarten gönnen und dazu die Vorzüge der Küche genießen. Die Öffnungszeiten des Heurigen erfahren Sie unter www.zahel.at

21.2.2007 17:26