Nokia kann Verluste stoppen: Konkurrenz steigert Marktanteile weiter
- Fast ein Drittel der Handys stammt aus Finnland
- Marktführer verweist Motorola & Samsung auf die Plätze
Der Handyhersteller Nokia konnte seine Marktanteilsverluste im zweiten Quartal stoppen. Sein Konkurrent Samsung hingegen konnte seine Anteile deutlich steigern und nähert sich dem Marktführer Nokia, so eine Studie des Marktforschungsinstituts Strategy Analytics. Der deutsche Siemens-Konzern verlor Marktanteile, während die Konkurrenten Sony Ericsson und LG Electronics aufschlossen.
Der Nokia-Marktanteil hat sich demnach im 2.Quartal 2004 bei 28,9 Prozent stabilisiert. Der Rückgang im Vergleich zum Vormonat betrug 0,3 Prozent. In Österreich will Nokia in Zukunft vor allem mit Klapphandys und dem neuen Modell 6630, einem UMTS-Handy, punkten, erklärte vor kurzem Österreich-Chef Jörg Pribil. Die Alpenrepublik sei zwar kein typisches Nutzerland für aufklappbare Endgeräte, Nokia werde aber durch "attraktive Angebote" neue Kundenschichten ansprechen.
Im weltweiten Vergleich lag Motorola mit einem Weltmarktanteil von 15,4 Prozent an zweiter Stelle, gefolgt von Samsung mit rund 14 Prozent und Siemens mit 6,6 Prozent. Allerdings rückten die Konkurrenten Sony Ericsson und LG Electronics mit Marktanteilen von 6,6 beziehungsweise 6,3 Prozent nahe an den deutschen Traditionskonzern heran.
Absatzprognose erhöht
"Der weltweite Absatz von Mobiltelefonen hat sich im zweiten Quartal um 38 Prozent zum Vorjahr erhöht, wobei der Verkauf in allen Weltregionen gut verlief", teilte Strategy Analytics in seiner Studie mit. Nachdem im zweiten Quartal weltweit 156,9 Millionen verkauft wurden, erhöhte das Marktforschungsinstitut seine Absatzprognose für das Gesamtjahr 2004 auf 670 Millionen Handys. Bisher war das in der Branche angesehene Marktforschungsinstitut davon ausgegangen, dass weltweit in diesem Jahr 586 Millionen Endgeräte verkauft werden.
Motorola kämpft sich an Nokia heran
Motorola macht sich indes Hoffnungen, Nokia wieder vom ersten Platz in der Weltrangliste der Handy-Hersteller zu verdrängen. Laut dem für das Europa-Geschäft zuständige Marketing- und Vertriebs-Chef Allen Burnes, "ist es vollkommen realistisch, dass wir Nokia überholen werden und in einigen Jahren wieder die Marktführerschaft übernehmen." Motorola habe neue Geräte für jedes Geschäftssegment, die in allen Märkten verfügbar seien, sagte Burnes laut der finnischen Finanzzeitung "Kauppalehti". (apa/red)
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