Arbeitslosigkeit in Deutschland: Clement setzt auf Ein-Euro-Jobs für Arbeitslose
- Verpflichtende Arbeiten fürs Arbeitslosengeld
- Lohn (1 Euro/Stunde) wird zusätzlich ausbezahlt
Um die Zahl der Langzeitarbeitslosen schnell zu senken, setzt der deutsche Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) verstärkt auf so genannte Ein-Euro-Jobs. Von Kinderbetreuung bis Gartenbau komme jede Art von Arbeit in Frage, die nicht der örtlichen Wirtschaft ins Gehege komme, sagte Clement.
Die "Arbeitsgelegenheiten" für Langzeitarbeitslose folgen dem Vorbild bestehender Angebote für Sozialhilfeempfänger. Laut Clement sollen solche Beschäftigungsverhältnisse in der Regel nicht länger als sechs bis neun Monate dauern. Dabei wird besonders jüngeren Arbeitslosen von einer kommunalen Beschäftigungsgesellschaft oder einer gemeinnützigen Organisation Arbeit angeboten, für die statt Lohn nur eine Aufwandsentschädigung von ein bis zwei Euro pro Stunde gezahlt wird. Dieses Geld wird aber zusätzlich zum neuen Arbeitslosengeld II gezahlt und nicht damit oder mit anderen Sozialleistungen verrechnet. Lehnt ein Arbeitsloser das Angebot ab, drohen Leistungskürzungen.
Clement sagte dazu, die Arbeitsgelegenheiten mit ein bis zwei Euro Bezahlung pro Stunde seien ein Beitrag dazu, "erst einmal Not zu lindern". Geld dafür sei bereits vorhanden, auch schon vor der ab Anfang 2005 geplanten Auszahlung des Arbeitslosengeldes II, das die bisherige Arbeitslosenhilfe sowie die Sozialhilfe für Erwerbsfähige ersetzt. Der Minister betonte, die Arbeitsgelegenheiten seien keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM). (apa)
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