Absage an die 40-Stunden-Woche: Voest- Betriebsrat gegen Arbeitszeitverlängerung
- "Wäre Lohnkürzung und würde Arbeitslosigkeit erhöhen"
- Betriebsrat plädiert für flexiblere Systeme
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Reaktionen: Nein aus allen Lagern.
Eine Arbeitszeitverlängerung auf 40 Stunden in der Woche "ist für den Betriebsrat kein Thema", hat der Konzernbetriebsrat der Voestalpine am Freitag erklärt. Er reagierte damit auf Aussagen von Generaldirektor Wolfgang Eder im Zusammenhang mit Arbeitszeitflexibilisierung und -verlängerung. Das wäre nichts anderes als eine Lohnkürzung und würde die Arbeitslosigkeit erhöhen, so der Betriebsrat.
Für den Betriebsrat gelte nach wie vor: "Neue Arbeitszeitmodelle werden nur dann eingeführt, wenn sie sehr hohe Akzeptanz bei den MitarbeiterInnen haben". Ein Grundsatz dieser Modelle sei, dass die Mitarbeiter die Höhe der Arbeitszeit selbst festlegen können. "Diese Arbeitszeitmodelle sollen ergonomischer gestaltet sein, und dass sie die gesundheitlichen Belastungen verringern helfen", hieß es in der Aussendung. Für den Betriebsrat würden flexiblere Arbeitszeitsysteme eine höhere Produktivität bedeuten, und diese müsse auch den Mitarbeitern zugute kommen. "Erhöhte Flexibilität muss auch Vorteile für die MitarbeiterInnen haben".
Die Rahmenbedingungen dafür würden im September mit den Verantwortlichen des Unternehmens verhandelt, teilte der Betriebsrat mit. Nur bei einem positiven Verhandlungsergebnis könne mit der Einführung im letzten Viertel dieses Jahres begonnen werden.
Eder hatte in einem Interview in der Freitag-Ausgabe der "Kronenzeitung" eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit verlangt. Auch das Thema einer 40-Stunden-Woche ist für ihn nicht vom Tisch.
(apa)
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