Konkurs der österreichischen Hettlage- Tochter: 213 Mitarbeiter verlieren Job
- Kleider-Bauer-Eigentümer übernehmen sechs Filialen
- 280 Personen können dadurch ihre Arbeit behalten
Nach dem Konkurs der Österreich-Tochter der insolventen deutschen Bekleidungskette Hettlage verlieren 213 Mitarbeiter ihren Job. Dies steht nun nach der ersten Prüfungstagsatzung beim Landesgericht Innsbruck am Freitag fest.
280 Personen können ihre Arbeit behalten, da Kleider Bauer die sechs größten der bisher 13 Filialen in Österreich weiterführen werde. Die Gläubiger haben elf Millionen Euro an Forderungen angemeldet, sagte Masseverwalter Stephan Kasseroler. 10,6 Millionen Euro davon seien bereits anerkannt. Die Forderung über die restliche Summe sei erst am Freitag eingelangt und müsse daher noch geprüft werden, hieß es.
Mit dem Wochenende werde das Unternehmen endgültig geschlossen. Zwei Hettlage-Filialen seien bereits zu. Die restlichen fünf Geschäfte würden per Wochenende zusperren müssen. Eine der Filialen sollte schon vor Konkurseröffnung aufgegeben werden, sagte Kasseroler.
Die Übernahme eines Teil des Unternehmens durch eine Auffanggesellschaft der Kleider Bauer-Eigentümer Peter und Werner Graf war Ende Juni besiegelt worden. Über den Kaufpreis war Stillschweigen vereinbart worden. "Hettlage Österreich wurde 'Opfer' des Konkurses der deutschen Mutter. Jetzt ist es Teil eines 100 Prozent österreichischen Familienunternehmens und 'in besten Händen'", hatte Werner Graf, Geschäftsführer von Kleider Bauer, anlässlich der Übernahme erklärt.
(apa)
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