"Wir freuen uns über Eigentümerwechel": Carl Hanser-Gruppe kauft Deuticke-Verlag!
- Münchner Unternehmen erwirbt Wiener Traditionsverlag von Stuttgarter Gruppe Klett
Die Münchner Carl Hanser-Verlagsgruppe hat über den Zsolnay-Verlag den Literaturverlag Deuticke gekauft. Das bestätigte die alte und neue Verlagsleiterin des Deuticke Verlages, Martina Schmidt, am Donnerstag. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der vorherige Eigentümer von Deuticke war die Stuttgarter Verlagsgruppe Klett, die 2002 den Österreichischen Bundesverlag und damit auch dessen Publikumsverlage Residenz, Deuticke und Brandstätter erworben hatte.
Formaler Käufer von Deuticke ist der Zsolnay-Verlag, der zur Hanser-Gruppe gehört. Der Standort des Deuticke-Verlages bleibt in Wien. Die für den Deuticke-Verlag und den Zsolnay-Verlag zuständigen Geschäftsführer heißen Michael Krüger und Stephan Joß.
"Wir freuen uns über diesen Eigentümerwechsel", erklärte Schmidt, "endlich haben wir Eigentümer, die uns wirklich wollen und die sich mit diesem Schritt zugleich entschlossen haben, ernsthaft in die österreichische Literatur zu investieren". Schmidt glaubt, "dass diese Nachricht auch unsere Autoren freuen wird, schließlich ist der Hanser-Verlag die Oberliga der deutschen Literaturverlage. Klett wollte uns nie wirklich und hat uns nur im Paket mit dem begehrten Schulbuchverlag mit kaufen müssen. Jetzt wird es bergauf gehen, wir sind optimistisch für die Zukunft", so die vom neuen Eigentümer mitübernommene Verlagsleiterin.
Brandstätter bleibt vorerst bei Klett. Es gebe Verkaufsverhandlungen, die jedoch noch nicht spruchreif seien. (apa)
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